Carlotta Voß: Feministisch und intellektuell – dasjenige ist die Freundin von Philipp Amthor


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Seit ihre Beziehung mit Philipp Amthor bekannt ist, steht Carlotta Voß  in der Öffentlichkeit. Die akademische Überfliegerin hat offenbar viel Einfluss auf den CDU-Politiker.

Carlotta Voß ist seit zwei Jahren die Partnerin an der Seite von CDU-Politiker Philipp Amthor – und die promovierte Historikerin und Redenschreiberin von Bundeskanzler Friedrich Merz hat offenbar großen Einfluss auf ihren Lebensgefährten. Er, Staatssekretär im Digital-Ministerium und aufstrebender CDU-Mann, bezeichnete sich in der ARD-Sendung „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor“ als „Feminist“.

Das war dann schon etwas Besonderes: Der konservative Posterboy der CDU nimmt das Wort, das bei vielen Konservativen und Rechten für Abwehrreflexe sorgt, in den Mund und sagt: „Das sollte jeder Mann auch sein.“ Selbstverständlich komme es auf die Definition des Begriffs an, „doch wenn man sich dafür einsetzt, dass es eine gleichberechtigte Gesellschaft gibt, dann ist das etwas, das für Konservative als Wert genauso wichtig ist“, so Amthor.

Carlotta Voß arbeitet an ihrer akademischen Karriere

Spätestens seit der ARD-Sendung wächst das Interesse an Voß, über die bislang nicht viel bekannt ist. Wer also ist die Frau, die mit ihrem Freund auf dem E-Roller durch die Hauptstadt braust? Amthor nimmt dabei auf dem Rücksitz Platz, weil das Rollerfahren nicht so seine Sache ist.

Zum ersten Mal zeigte sich der 33-Jährige mit seiner neuen Lebenspartnerin auf einem Sommerfest der CDU vor zwei Jahren. Die „Bild“ sprach damals vom „Glück“ und „verliebten Blicken“, die sie sich zuwarfen.

Für die akademische Überfliegerin, Jahrgang 1993, ist das Interesse an ihrer Person (möglicherweise) gewöhnungsbedürftig. Sie arbeitete bisher eher fernab der medialen Aufmerksamkeit an ihrer akademischen Karriere. Die Überfliegerin studierte Geschichte, Theologie und Politikwissenschaft an der Freien Universität in Berlin, hatte Forschungsaufenthalte in Oxford und promovierte über den antiken griechischen Historiker Thukydides. 

Aktuell ist sie Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover, einem katholischen Institut. Das Projekt, an dem sie mitarbeitet, heißt „Postliberalismus und Politiken gelingenden Lebens“. Sie schreibt Beiträge für das Philosophie-Magazin „Merkur“ oder die „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Zuletzt beschäftigte sie sich mit der Ideologie von US-Vizepräsident J. D. Vance. Daneben wird sie oft auf Berliner Kunstausstellungen gesehen. 

Friedrich Merz soll sie schätzen

Bedeutender ist ihr Zugang zum Kanzleramt. Voß schreibt Reden für Friedrich Merz. In seinem Umfeld heißt es, der Bundeskanzler schätze Voß dafür, dass sie perfekt seinen Sound treffe und die Fähigkeit habe, grundsätzliche Gedanken zur Weltlage eingängig zu formulieren. Überhaupt, ihr Fleiß: Ehemalige Kollegen berichten, sie lese nach langen Arbeitstagen mehr Bücher als andere an einem freien Wochenende. Als „beeindruckend“ beschrieb sie ein ehemaliger Kollege mal. 

Amthor holt sich ebenfalls Rat für seine Reden. Die intellektuelle Auseinandersetzung spielt eine große Rolle in der Beziehung. „Ich würde sagen, ein Großteil unserer Zeit fällt tatsächlich auf die politische Diskussion“, sagte Voß bei „Feldenkirchen“.

Source: stern.de