Christlich Demokratische Union verliert merklich – SPD wird in NRW gen Platz vier durchgereicht

In einem Jahr wird in Nordrhein-Westfalen wieder gewählt. Würde der Düsseldorfer Landtag schon in diesem April neu gewählt, kämen die Christdemokraten laut des „NRW-Checks“ im Auftrag von 38 nordrhein-westfälischen Tageszeitungen nur noch auf 32 Prozent. Das ist in dieser Umfrage ein Verlust von sechs Prozentpunkten gegenüber der vorangegangenen Befragung im Sommer 2025.

Beim grünen Koalitionspartner zeigt der Trend im „NRW-Check“ in die andere Richtung. Die Grünen kämen laut der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa auf 17 Prozent – ein Plus von vier Punkten im Vergleich zum Umfrageergebnis aus dem Vorjahr. Den zweiten Platz im Parteienranking sicherte sich die AfD (20 Prozent). Die SPD käme nur noch auf 14 Prozent, die Linke auf sechs Prozent. Die FDP bliebe unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde bei drei Prozent.

Mit diesen Werten könnten CDU und Grüne ihre Regierungsmehrheit zwar behaupten, analysierten die Auftraggeber der Umfrage. Insgesamt sei die Zufriedenheit mit der Koalition aber deutlich gesunken. Erstmals seit mehr als zwei Jahren waren mit 51 Prozent wieder mehr Menschen unzufrieden mit der Landesregierung als zufrieden (42 Prozent).

Die Sorgen verschieben sich – Wirtschaft im Mittelpunkt

Die schwarz-grüne Landesregierung, die lange relativ geräuschlos regierte und hohe Popularitätswerte genoss, hatte zuletzt mit mehreren Problemen zu kämpfen. Unter anderem trat Ende Januar Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) zurück. Gegen Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) wurden Vorwürfe publik, sie lege ein rigides Führungsverhalten an den Tag.

Als die drei größten Probleme des Landes machen die Menschen in Nordrhein-Westfalen Verkehr und Mobilität (27 Prozent), die allgemeine Lage der Wirtschaft (22 Prozent) sowie Migration und Geflüchtete (20 Prozent) aus. Die Prioritätensetzung verschob sich im Vergleich zur Vorbefragung im Juli 2025. Die wirtschaftlichen Probleme wurden häufiger, der Themenbereich Zuwanderung seltener.

Ein ungleiches Duell um die öffentliche Wahrnehmung

Ministerpräsident Hendrik Wüst kann trotz rückläufiger Zustimmung zu seiner CDU weiterhin auf Unterstützung bauen. 47 Prozent der Befragten zeigten sich mit seiner Arbeit zufrieden, 39 Prozent unzufrieden. Die Werte waren zwar schon einmal besser – aber immerhin 41 Prozent fänden es auch gut, wenn er nach der nächsten Landtagswahl Ministerpräsident bliebe.

Sein SPD-Kontrahent Jochen Ott hat derweil mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Dass er der Kandidat der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten sein wird, wissen der Umfrage zufolge bislang landesweit nur acht Prozent der Wahlberechtigten. Selbst bei Anhängern der SPD sind es nur 21 Prozent.

Die nächste Landtagswahl findet am 25. April 2027 statt. Für den „NRW-Check“ befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa in der Zeit vom 7. bis 14. April 2026 insgesamt 1531 Bürger Nordrhein-Westfalens ab 16 Jahren, die zur Landtagswahl wahlberechtigt sind. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Source: welt.de

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