FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat nach eigenen Angaben die Zustimmung seiner Ehefrau eingeholt, bevor er sich für eine Kandidatur um den Parteivorsitz entschied. „Das war das eigentlich entscheidende Gespräch“, sagte Kubicki dem „Spiegel“.
Kubicki hatte am Ostersonntag seine Kandidatur öffentlich erklärt, nach Beratungen mit seiner Partnerin. „Das Gespräch zog sich im Grunde über den gesamten Karfreitag, von morgens bis abends“, so Kubicki. „Unsere Lebensplanung sah ja wirklich anders aus, mit Urlauben und solchen schönen Dingen.“
Zunächst habe seine Ehefrau ablehnend reagiert. „Ihre erste Reaktion war morgens: auf keinen Fall! Und dann fiel noch dieser schlimme Satz: Du bist auch nicht mehr der Jüngste“, so der 74-Jährige.
Später habe sie ihn jedoch gefragt, ob er sich die Aufgabe zutraue. „Da sagte ich: Wenn ich das nicht glauben würde, dann würde ich es nicht machen, ich bin ja kein Idiot“, sagt Kubicki.
Am Ende habe sie Verständnis für seine Entscheidung gezeigt, berichtete der FDP-Politiker. So habe sie gesagt: „Ich weiß genau, wenn ich dir jetzt sagen würde, du machst es nicht, dann machst du es auch nicht, läufst aber wie ein begossener Pudel durch die Gegend und denkst, du hast die FDP im Stich gelassen.“ Das habe seine Frau dann auch nicht gewollt, so Kubicki. „Da war die Entscheidung gefallen.“
Source: welt.de