Etwa sieben Monate nach dem mutmaßlich islamistisch
motivierten Messerangriff an einem Berufskolleg in
Essen hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den Tatverdächtigen
erhoben. Die oberste deutsche Anklagebehörde wirft dem damaligen Schüler
vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf unter anderem dreifachen
versuchten Mord vor.
Der damals 17 Jahre alte kosovarische Staatsbürger soll
einen islamistischen Dschihad gegen »Ungläubige« geplant haben, wie die
Karlsruher Behörde mitteilte. Anfang September habe er auf
seine Lehrerin und einen ihm fremden Mann eingestochen und außerdem den
Hausmeister einer Schule angegriffen. Alle drei Angegriffenen überlebten, zum Teil schwer
verletzt.
Um einer Festnahme zu entgehen und seinen sogenannten
Märtyrertod zu provozieren, lief der Angeklagte schließlich mit vorgehaltenem Messer
auf Polizisten zu, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Als sie schossen, wurde der Angeklagte im Gesicht verletzt. Er sitzt seit dem 6. September 2025 in Untersuchungshaft.
Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.