Erdbeben jener Stärke 7,5 erschüttert Norden Japans – Warnung vor Tsunami

Stand: 20.04.2026 • 11:59 Uhr

Vor der Nordostküste Japans hat sich ein Erdbeben der Stärke 7,5 ereignet. Die Erdstöße waren bis in die Hauptstadt Tokio zu spüren. Die japanische Katastrophenschutzbehörde warnt vor einem Tsunami.

Ein schweres Erdbeben hat den Norden Japans erschüttert. Es hatte nach Angaben der zuständigen Meteorologiebehörde (JMA) die Stärke 7,5, sein Zentrum lag nordöstlich der Präfektur Iwate im Pazifik etwa zehn Kilometer unter der Meeresoberfläche. Zunächst war die Stärke des Bebens mit 7,4 angegeben worden.

Auch im Hunderte Kilometer entfernten Tokio waren die Erschütterungen zu spüren. Die japanische Katastrophenschutzbehörde gab eine Tsunami-Warnung in der Präfektur Iwate und Teilen von Hokkaido aus. In der betroffenen Region könnten bis zu drei Meter hohe Wellen ans Ufer schlagen. Kurz nach dem Beben wurden in der Präfektur Iwate bereits Flutwellen von bis zu 80 Zentimetern gemeldet, wie der japanische TV-Sender NHK berichtete.

Das Zentrum des Bebens lag nordöstlich der Präfektur Iwate im Pazifik etwa zehn Kilometer unter dem Meeresoberfläche.

Menschen sollen sich in höher gelegene Gebiete begeben

Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi rief die Menschen in den betroffenen Gebieten auf, sich unverzüglich in höher gelegene Gebiete zu begeben. Auf der japanischen Skala für Erdbebenauswirkungen lagen die Erdstöße in einem Bereich, bei dem in vielen Fällen unverstärkte Betonwände einstürzen können. Berichte über Schäden oder Verletzte gibt es bislang noch nicht.

Wegen der Erdstöße seien die Verbindungen der Hochgeschwindigkeitszüge in Aomori an der Nordspitze der japanischen Hauptinsel Honshu unterbrochen worden, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Der Sender NHK zeigte Schiffe, die in Erwartung der Flutwellen aus dem Hafen von Hachinohe ausliefen.

Jährlich etwa 1.500 Beben in Japan

In der Atomruine Fukushima Daichi sowie in den Atomkraftwerken in den Präfekturen Miyagi sowie Aomori seien keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreiber. Am 11. März 2011 hatten dort starkes Beben und ein massiver Tsunami die Atomkatastrophe von Fukushima ausgelöst.

Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit seinen 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1.500 Erdbeben erschüttert.

Source: tagesschau.de