Umbenennung zu Ehren Trumps?: Donbass könnte zu „Donnyland“ werden
Umbenennung zu Ehren Trumps?Donbass könnte zu „Donnyland“ werden
22.04.2026, 10:13 Uhr
Artikel anhören(02:22 min)

Der Kreml will unbedingt die Kontrolle über den kompletten Donbass übernehmen. Doch die ukrainischen Verteidiger leisten erfolgreich Widerstand. Um den US-Präsidenten auf ihre Seite zu ziehen, versuchen sie ihm einem Medienbericht zufolge auf besondere Art zu schmeicheln.
Ukrainische Verhandler haben in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit den USA offenbar vorgeschlagen, Teile des Donbass nach US-Präsident Donald Trump zu benennen. Ukrainische Regierungsvertreter haben demnach die Idee eingebracht, den Teil der Donbass-Region, um den Russland noch immer kämpft, „Donnyland“ zu nennen, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen.
Von einem ukrainischen Unterhändler wurde der Begriff demnach zu Beginn scherzhaft verwendet. Dabei war die Intention, die Trump-Regierung davon zu überzeugen, sich stärker gegen die territorialen Ansprüche Russlands gegenüber der Ukraine einzusetzen. Es handelt sich dabei um ein Gebiet im Osten der Ukraine, welches von militärischen Stellungen durchzogen ist.
Für die Ukraine hat sich dieser Einsatz bislang nicht ausgezahlt. Der Begriff wird in den Gesprächen zwar weiterhin verwendet, aber wird dem Bericht zufolge bisher in keinem offiziellen Dokument festgehalten.
Seitdem sich der US-Staatschef im vergangenen Jahr in Alaska mit dem russischen Autokraten getroffen hatte, signalisierte die Trump-Regierung, dass sie ein Friedensabkommen unterstützen könnte, bei dem sich die Ukraine auf die Verwaltungsgrenze der Region Donezk, einer der Provinzen im Donbass, zurückziehen würde. Kritiker betrachten diesen Schritt als erhebliches Zugeständnis an den Kreml. „Donnyland“ war demnach ein Versuch, dem etwas entgegenzusetzen.
Für die Ukraine besteht eine zentrale Sorge darin, dass die Abtretung dieses Gebiets es Russland erleichtern könnte, seine Invasion in Zukunft wieder fortzusetzen. Das ukrainische Militär hat in dem Gebiet erhebliche Befestigungsanlagen und Stellungen ausgebaut, die den russischen Vormarsch seit Jahren verhindern. In den dahinterliegenden Regionen sind bisher keine derart ausgeprägten Verteidigungsanlagen vorhanden.
Source: n-tv.de