Der US-Zusammenfassung am Morgen: Fed-Kandidat will unabhängig bleiben, Florida ermittelt gegen OpenAI

Donald Trump will Waffenruhe im Irankrieg verlängern

US-Präsident Donald Trump will die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran verlängern. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite, teilte er auf seiner Onlineplattform mit. Die Waffen sollten ruhen, bis es zu einem geeinten iranischen Vorschlag komme und die Gespräche zu einem Ende kämen, »auf die eine oder die andere Art und Weise«. Es war zunächst unklar, ob sich auch Israel an die Verlängerung der Waffenruhe gebunden fühlt. Auch aus dem Iran lag zunächst keine Reaktion vor.

Hier lesen Sie mehr zur Verlängerung der WaffenruheAlle Entwicklungen rund um den Irankrieg lesen Sie in unserem Liveblog.

Nach oben

Link kopieren

Florida ermittelt nach tödlichem Schusswaffenangriff gegen OpenAI

Die Behörden in Florida haben Ermittlungen gegen OpenAI eingeleitet. Untersucht werden soll, welche Rolle die von dem Unternehmen entwickelte künstliche Intelligenz ChatGPT bei einem Schusswaffenangriff im April 2025 an einer Universität gespielt hat. Laut Staatsanwaltschaft fragte der Schütze ChatGPT unter anderem, welche Waffen er benutzen solle, welche Munition zu welchen Waffen gehöre und wo und wann sich die meisten Menschen aufhalten würden. Bei dem Anschlag auf dem Gelände der Florida State University tötete der Schütze – ein ehemaliger Student – ​​zwei Menschen. Sechs weitere wurden verletzt. Ein Sprecher von OpenAI sagte, der Chatbot habe sachliche Antworten auf Fragen gegeben, mit Informationen, die öffentlich im Internet zu finden waren. Er habe nicht zu »illegalen oder schädlichen Handlungen« aufgerufen.

Nach oben

Link kopieren

Trumps Fed-Kandidat verspricht Unabhängigkeit der US-Notenbank

Der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kandidat für den Chefposten der US-Notenbank, Kevin Warsh, will die Notenbank nach eigenen Worten neu ordnen und zugleich deren Unabhängigkeit wahren. Die Federal Reserve habe in den Jahren der Coronapandemie Fehler im Kampf gegen die Inflation gemacht, die »einen grundlegenden Systemwechsel in der Geldpolitik« erforderten, sagte Warsh vor dem Bankenausschuss des Senats zum Auftakt seines Bestätigungsverfahrens. Zinsentscheidungen würde er als Fed-Chef »strikt unabhängig« von politischen Erwägungen treffen, ergänzte Warsh. Er sei absolut ​keine Marionette des US-Präsidenten. Trump hat den aktuellen Fed-Chef Jerome Powell, dessen Mandat im Mai ⁠abläuft, immer wieder angegriffen und vergeblich zu kräftigen ​Zinssenkungen gedrängt.

Mehr zum designierten neuen Fed-Chef lesen Sie hier.

Nach oben

Link kopieren

Demokraten erringen Sieg über Wahlkreisreform in Virginia

Die Wähler im US-Bundesstaat Virginia haben in einer Volksabstimmung einen Neuzuschnitt der Wahlkreise gebilligt. Damit hat sich für die Demokraten die Chance erhöht, im November bei den Zwischenwahlen im Kongress eine Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erlangen. Die neu zugeschnittenen Wahlkreise könnten den Demokraten vier zusätzliche Sitze im US-Repräsentantenhaus verschaffen. Das Ergebnis der Volksabstimmung in Virginia könnte jedoch nicht endgültig sein: Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates prüft derzeit die Rechtmäßigkeit des Plans. Die Demokraten argumentieren, dass sie damit ein ähnliches Vorgehen der Republikaner in anderen Bundesstaaten ausgleichen wollen.

Mehr zur Wahlkreisreform lesen Sie hier.

Nach oben

Link kopieren

Texas darf Zehn Gebote im Klassenzimmer vorschreiben

Im Ringen um mehr christliche Inhalte an Schulen haben Konservative im US-Bundesstaat Texas einen Erfolg vor Gericht errungen. Ein vom republikanisch regierten Bundesstaat erlassenes Gesetz, das Schulen zum Aufhängen der Zehn Gebote in Klassenzimmern verpflichtet, sei rechtens, urteilte ein Berufungsgericht in New Orleans. In voriger Instanz war das Gesetz noch gestoppt und als Verstoß gegen die Religionsfreiheit gewertet worden. Geklagt hatten 15 texanische Familien, die von mehreren Verbänden unterstützt wurden. Das Berufungsgericht argumentierte nun, das texanische Gesetz schreibe keine religiösen Handlungen oder Bräuche vor. Das texanische Gesetz ist Teil eines breiteren Vorstoßes, christliche Botschaften stärker in Schulgebäuden und Lehrplänen zu verankern. Neben Texas haben auch Louisiana, Arkansas und Alabama Gesetze verabschiedet, die das Anbringen der Gebote in öffentlichen Schulen vorschreiben.

Nach oben

Link kopieren