Polizeiliche Kriminalstatistik: Grüne warnen vor pauschaler Schuldzuweisung an Migranten

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, hat vor der Veröffentlichung der polizeilichen Kriminalstatistik vor einer pauschalen Schuldzuweisung an Migrantinnen und Migranten gewarnt. Auf einer »wackeligen Datengrundlage« werde Migration jedes Jahr »zum Hauptproblem erklärt, statt Ursachen differenziert zu analysieren«, sagte Mihalic der Rheinischen Post.

Wer Sicherheit ernst meine, dürfe aber nicht nach Bauchgefühl handeln, »sondern muss kriminologische Erkenntnisse zur Grundlage machen und
gezielt in Prävention investieren«, sagte Mihalic, die selbst früher
Polizeibeamtin war. Das bedeute Armutsbekämpfung,
Schulsozialarbeit »und auch Männerarbeit«, da weiterhin vor allem junge
Männer straffällig würden. Gleichzeitig müsse der Rechtsstaat bei
Straftaten »konsequent handeln«, sagte sie.

Am Vormittag stellt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU)
zusammen mit Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) und dem Präsidenten
des Bundeskriminalamts Holger Münch die polizeiliche Kriminalstatistik
vor.

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