Irankrieg: Iran wirft USA Verletzung welcher Waffenruhe vor


  • Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
  • Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.


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— UKMTO Operations Centre (@UK_MTO) April 18, 2026

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Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe, ein Blauhelmsoldat getötet

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Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist nach Angaben Frankreichs ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Die libanesische Armee und der Ministerpräsident des Landes, Nawaf Salam, teilten ebenfalls mit, dass es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben habe. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents.

Der französische Präsident Emmanuel Macron teilte auf X mit, neben dem getöteten Soldaten seien drei weitere Blauhelme aus Frankreich verletzt worden. Macron zufolge deutet alles darauf hin, dass die proiranische Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich ist. Der französische Präsident bezeichnete die Angriffe als inakzeptabel.

Auf X verurteilte auch Salam den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an. Unifil sieht in dem Vorfall einen »vorsätzlichen Angriff auf Friedenstruppen«, die im Südlibanon Sprengkörper geräumt hätten. Die UN-Beobachtermission geht davon aus, dass der Beschuss von nicht staatlichen Akteuren ausging.

Indessen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben seit Beginn der Waffenruhe mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Diese hätten gegen die Waffenruhevereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär mit.

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Iran droht weiter mit Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus 

Die iranische Revolutionsgarde hat mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, die die Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. »Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden«, teilte die Revolutionsgarde mit. Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde »ins Visier genommen«.

Die Revolutionsgarde warnte alle Schiffe »jeglicher Art« davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf vom Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Straße von Hormus verbunden werden.

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Hisbollah bleibt laut Milizchef trotz Waffenruhe einsatzbereit

Der Chef der libanesischen Hisbollah, Naim Kassim, sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg der Miliz. Die Feuerpause wäre nicht ohne ihren Kampf im Südlibanon erreicht worden, sagte Kassim laut einer Mitteilung.
Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, hieß es. 
Kassim zufolge sei die Hisbollah »vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht«.

Die libanesische Regierung hatte lange Zeit wenig bis gar keinen Einfluss auf die Aktivitäten der Hisbollah, hat den Druck unter Führung von Präsident Joseph Aoun aber erhöht.

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Iran sieht weiter große Differenzen bei Verhandlungen mit den USA

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim, dass man zwar Fortschritte erzielt habe, es aber weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den USA und dem Iran gebe. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch »weit von einer endgültigen Einigung entfernt«.
Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte der Iran die angekündigte Öffnung der Meerenge wieder rückgängig gemacht und geht seither dort militärisch gegen Schiffe vor. Die Entscheidung der USA, eine Blockade zu verhängen, sei töricht und ignorant gewesen, sagte Ghalibaf. »Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein«, sagte er. 

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Iran besteht auf »nukleare Rechte«

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich im Streit um das Atomprogramm des Iran gegen Forderungen der USA gestellt. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine »nuklearen Rechte« nicht ausüben, nenne aber ⁠kein Verbrechen, ​das dies begründe, sagte Peseschkian laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. »Wer ist er, dass ​er einer Nation ihre Rechte abspricht?«, zitierte ihn Isna.

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Vor wenigen Tagen hatte Trump angekündigt, vergrabenes angereichertes Uran aus dem Iran bergen zu lassen und in die USA zu bringen. Nach Angaben des US-Präsidenten hatte der Iran der Übergabe zugestimmt, ein Sprecher des iranischen Außenministeriums dementierte das jedoch.

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Streik in nordisraelischer Stadt aus Protest gegen Waffenruhe

Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah sind in der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze Menschen in einen Streik getreten. Laut dem israelischen Kan-Sender blieben in Kiriat Schmona die Stadtverwaltung und das Bildungssystem geschlossen. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.

Die Streikenden fordern eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und einen besseren Schutz vor Raketen in dem Grenzort, besonders für Schulen und Kindergärten. Seit Beginn des Gazakriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner Kirjat Schmona bereits verlassen. 

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Islamabad bereitet sich auf weitere Irangespräche vor

Vor einer möglichen weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran haben die Behörden in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Soldaten wurden an Kontrollpunkten stationiert, Touristenattraktionen geschlossen und große Hotels angewiesen, Buchungen zu stornieren und ihre Räumlichkeiten freizuhalten. Die Straßen blieben weitgehend leer, weil viele Einwohner aus Sorge vor Sperrungen zu Hause blieben.

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Donald Trump bestätigt Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran

Um die Gespräche mit dem Iran fortzuführen, wird eine US-Delegation nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche nach Islamabad reisen. Seine Unterhändler würden die pakistanische Hauptstadt am Montagabend erreichen, schrieb Trump auf seiner Plattform. Angaben zu einer Zeitzone machte er allerdings nicht. Die Delegation wird aus US-Vizepräsident JD Vance und den Unterhändlern Steve Witkoff sowie Jared Kushner bestehen, teilte das Weiße Haus mit.

Der US-Präsident kritisierte außerdem mutmaßlich iranische Angriffe in der Straße von Hormus während der Waffenruhe, die offiziell bis Mittwoch gilt. Erneut drohte Trump dem Iran mit schweren militärischen Schlägen, sollte dieser nicht auf die US-Forderungen eingehen.

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Iran stoppt laut lokaler Nachrichtenagentur zwei Tanker in der Straße von Hormus

Die iranischen Streitkräfte sollen zwei Schiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert haben. Die unter den Flaggen von ​Botswana und Angola fahrenden Tanker seien nach ⁠Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldet die iranische ​Nachrichtenagentur Tasnim. 

Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA ‌gegen ⁠den Iran und spricht ​von einer unbefugten Durchfahrt.

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Vorwurf der Spionage: Iran soll zwei ausländische Staatsangehörige festgenommen haben

Im Iran sind laut der lokalen Nachrichtenagentur Tasnim vier Personen wegen angeblicher Spionage festgenommen worden, darunter zwei Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Der Gruppe wird vorgeworfen, Teil eines mit den USA und Israel verbundenen Spionagenetzwerks zu sein.

Die Nationalität der beiden ausländischen Personen wurde bisher nicht öffentlich gemacht. Sie sollen Technik für Satelliteninternet wie Starlink ins Land gebracht haben

Dies ist im Iran ​eine Straftat. Das Regime sperrt seit sieben Wochen weitgehend das Internet im Land.

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Papst bezeichnet Waffenruhe im Libanon als Anlass zur Hoffnung

Papst Leo XIV. hat die Waffenruhe im Libanon als Anlass zur Hoffnung bezeichnet. Die Feuerpause sei eine Erleichterung für das libanesische Volk, sagte er während einer Messe in Angola vor schätzungsweise 100.000 Menschen. Leo ermutigte alle Beteiligten, die Friedensgespräche fortzusetzen, um ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten im Nahen Osten zu erreichen.

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Israel unterteilt Südlibanon laut Medienbericht in drei Gebiete 

Die israelischen Streitkräfte haben den von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte aufgeteilt, in denen sie operieren. Wie die israelische Zeitung Jediot Achronot berichtet, markiert eine rote Linie die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze. Dort sei ein Großteil der Gebäude zerstört, Hisbollah-Kämpfer hielten sich dort nicht mehr auf. In einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellung bezogen.

Eine gelbe Linie verlaufe sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze. In dieser Zone solle der Beschuss von Orten im nördlichen Israel unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. Auch in diesem Gebiet seien Israels Soldatinnen und Soldaten aktiv, teilweise würden vereinzelte Gefechte stattfinden. 

Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometern Entfernung von der Grenze fließt. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch »Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen«, schreibt die Zeitung. Die israelische Armee äußerte sich bisher nicht zu dem Bericht. Später veröffentlichte sie lediglich eine Grafik der gesamten sogenannten Sicherheitszone. 

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Iran entsendet laut Bericht vorerst keine Delegation für Friedensgespräche 

Das iranische Regime hat laut einem Bericht noch keine Entscheidung über ein mögliches Treffen mit US-Vertretern getroffen. Solange die USA die Straße von Hormus blockieren, würden keine Verhandlungen in Pakistan stattfinden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine informierte Quelle.

Mehr zum aktuellen Stand möglicher Friedensverhandlungen lesen Sie hier:

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US-Regierung geht von anhaltend gestiegenen Benzinpreisen aus

Die Benzinpreise in den USA könnten der Regierung zufolge bis ins nächste Jahr über der Marke von drei Dollar je Gallone (etwa 0,67 Euro pro Liter) bleiben. Energieminister Chris Wright sagt dem Sender CNN allerdings, dass sie vermutlich ihren Höhepunkt erreicht hätten. Der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin lag Schätzungen des US-Automobilklubs AAA zufolge zuletzt bei 4,05 Dollar, gegenüber 3,16 Dollar vor einem Jahr. 

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UN-Botschafter verteidigt Drohung Trumps gegen Iran

Der Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hat die Drohung von Präsident Donald Trump verteidigt, zivile Infrastruktur im Iran anzugreifen. Dabei handele es sich lediglich um eine Eskalationsstufe, sagte Waltz, Einwände dagegen seien lächerlich.

Das iranische Regime und ihre Stellvertreter hätten militärische Infrastruktur in der Vergangenheit immer wieder bewusst in Wohngebieten, Krankenhäusern, Schulen und anderen zivilen Einrichtungen verborgen, sagte Waltz dem US-Sender ABC. Angriffe auf solche Orte stünden absolut im Einklang mit der Landkriegsordnung, sagte er und verwies darauf, dass der Iran Raketen und Drohnen eingesetzt habe, um Hotels und Wohnhäuser in der Golfregion zu attackieren.

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Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA offenbar ab

Die iranische Führung hat ein zweites Treffen mit Vertretern der US-Regierung laut staatlichen Medienberichten abgelehnt. Nach Angaben der Staatsagentur Irna wurde die Absage mit übertriebenen Forderungen der USA begründet. Weitere Gründe seien der »ständige Kurswechsel« der USA und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen. Die Umstände böten keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf eine informierte Quelle, dass der Iran Verhandlungen ablehne, solange die US-Marine an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhält. Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan bezeichnete die iranische Seite als Teil einer amerikanischen »Medienkampagne«, um mit Schuldzuweisungen Druck auf den Iran auszuüben.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social behauptet, dass eine US-Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen würde. Die Nachrichtenagentur dpa erfuhr von der US-Regierung, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen sollen.

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USA schießen laut Trump auf iranischen Frachter

Die US-Marine hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff Touska habe versucht, die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.

Demnach habe der Frachter Aufforderungen zum Stoppen ignoriert, woraufhin ein US-Lenkwaffenzerstörer »ein Loch in den Maschinenraum gesprengt« habe. Eine unabhängige Bestätigung des Vorfalls lag zunächst nicht vor.

Mehr dazu lesen Sie hier:

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Berater sollen Trump laut Medienbericht von Krisensitzung ferngehalten haben

Bei der Rettungsmission zweier US-Soldaten im Iran ist US-Präsident Donald Trump laut einem Medienbericht von seinen eigenen Beratern bewusst nicht vollständig eingeweiht worden. Seine Mitarbeiter hätten Trump von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden. Der Präsident habe »stundenlang« seine Berater angeschrien, als er vom Abschuss des US-Kampfjets erfahren habe.

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Peseschkian beklagt Schikane der USA bei Verhandlungen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einem Telefonat mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif von provokanten und illegalen Handlungen der USA gesprochen. Während bisheriger Verhandlungen und der aktuellen Waffenruhe habe die US-Regierung sein Land schikaniert und sich unangemessen verhalten, sagte Peseschkian nach einem Bericht der mit der iranischen Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan in dem Gespräch mit Sharif.

Die Aktionen und Drohungen der USA hätten das Misstrauen bei iranischen Verantwortlichen vertieft und Zweifel verstärkt, ob die USA es ernst meinten. Zudem bestehe die Sorge, dass die Vereinigten Staaten frühere Muster wiederholen und »Verrat an der Diplomatie« üben könnten.

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Iran wirft USA Verletzung der Waffenruhe vor

Der Iran sieht durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes durch die USA im Golf von Oman die Feuerpause gebrochen. Das oberste ​Militärkommando kündigte Vergeltung für ‌die »Piraterie« an, ‌wie staatliche Medien berichten. ​Das Schiff sei auf ​dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach ‌dem US-Angriff ​hätten iranische Streitkräfte einige US-⁠Kriegsschiffe ​mit Drohnen ‌attackiert.

Das iranische Militär kündigte nach Angaben staatlicher Medien eine schnelle Reaktion auf die Beschlagnahmung des Tankers durch die USA an. Die USA teilten mit, sie hätten das Schiff beschossen und beschlagnahmt, weil es nach mehrfachen Warnungen die Blockadelinie nahe der Straße von Hormus überschritten habe.

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Ölpreise steigen kräftig

Die Märkte reagieren auf die neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen ​asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf ⁠96,85 US-Dollar. Es deuteten sich zudem Verluste an den Börsen an. Hintergrund ist die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Beschlagnahmung eines iranischen Handelsschiffs durch das US-Militär.

Damit kehrt sich an den Finanzmärkten die optimistische Stimmung von Freitag um. Es herrsche jedoch noch keine Panik, sagte ein Stratege der Handelsplattform Pepperstone. Der Großteil der Gewinne werde vermutlich wieder abgegeben.

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Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan bezeichnete die iranische Seite als Teil einer amerikanischen »Medienkampagne«, um mit Schuldzuweisungen Druck auf den Iran auszuüben.US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social behauptet, dass eine US-Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen würde. 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Dabei handele es sich lediglich um eine Eskalationsstufe, sagte Waltz, Einwände dagegen seien lächerlich. Das iranische Regime und ihre Stellvertreter hätten militärische Infrastruktur in der Vergangenheit immer wieder bewusst in Wohngebieten, Krankenhäusern, Schulen und anderen zivilen Einrichtungen verborgen, sagte Waltz dem US-Sender ABC. 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Energieminister Chris Wright sagt dem Sender CNN allerdings, dass sie vermutlich ihren Höhepunkt erreicht hätten. 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Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Ölpreise steigen kräftig

Die Märkte reagieren auf die neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen ​asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf ⁠96,85 US-Dollar. Es deuteten sich zudem Verluste an den Börsen an. Hintergrund ist die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Beschlagnahmung eines iranischen Handelsschiffs durch das US-Militär.

Damit kehrt sich an den Finanzmärkten die optimistische Stimmung von Freitag um. Es herrsche jedoch noch keine Panik, sagte ein Stratege der Handelsplattform Pepperstone. Der Großteil der Gewinne werde vermutlich wieder abgegeben.

Sophia Boddenberg
Sophia Boddenberg

Iran wirft USA Verletzung der Waffenruhe vor

Der Iran sieht durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes durch die USA im Golf von Oman die Feuerpause gebrochen. Das oberste ​Militärkommando kündigte Vergeltung für ‌die »Piraterie« an, ‌wie staatliche Medien berichten. ​Das Schiff sei auf ​dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach ‌dem US-Angriff ​hätten iranische Streitkräfte einige US-⁠Kriegsschiffe ​mit Drohnen ‌attackiert.

Das iranische Militär kündigte nach Angaben staatlicher Medien eine schnelle Reaktion auf die Beschlagnahmung des Tankers durch die USA an. Die USA teilten mit, sie hätten das Schiff beschossen und beschlagnahmt, weil es nach mehrfachen Warnungen die Blockadelinie nahe der Straße von Hormus überschritten habe.

Sophia Boddenberg
Sophia Boddenberg

Peseschkian beklagt Schikane der USA bei Verhandlungen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einem Telefonat mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif von provokanten und illegalen Handlungen der USA gesprochen. Während bisheriger Verhandlungen und der aktuellen Waffenruhe habe die US-Regierung sein Land schikaniert und sich unangemessen verhalten, sagte Peseschkian nach einem Bericht der mit der iranischen Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan in dem Gespräch mit Sharif.

Die Aktionen und Drohungen der USA hätten das Misstrauen bei iranischen Verantwortlichen vertieft und Zweifel verstärkt, ob die USA es ernst meinten. Zudem bestehe die Sorge, dass die Vereinigten Staaten frühere Muster wiederholen und »Verrat an der Diplomatie« üben könnten.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian
Der iranische Präsident Massud Peseschkian. Shadati/dpa

Iven Fenker
Iven Fenker

Berater sollen Trump laut Medienbericht von Krisensitzung ferngehalten haben

Bei der Rettungsmission zweier US-Soldaten im Iran ist US-Präsident Donald Trump laut einem Medienbericht von seinen eigenen Beratern bewusst nicht vollständig eingeweiht worden. Seine Mitarbeiter hätten Trump von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden. Der Präsident habe »stundenlang« seine Berater angeschrien, als er vom Abschuss des US-Kampfjets erfahren habe.

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

USA schießen laut Trump auf iranischen Frachter

Die US-Marine hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff Touska habe versucht, die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.

Demnach habe der Frachter Aufforderungen zum Stoppen ignoriert, woraufhin ein US-Lenkwaffenzerstörer »ein Loch in den Maschinenraum gesprengt« habe. Eine unabhängige Bestätigung des Vorfalls lag zunächst nicht vor.

Mehr dazu lesen Sie hier:

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA offenbar ab

Die iranische Führung hat ein zweites Treffen mit Vertretern der US-Regierung laut staatlichen Medienberichten abgelehnt. Nach Angaben der Staatsagentur Irna wurde die Absage mit übertriebenen Forderungen der USA begründet. Weitere Gründe seien der »ständige Kurswechsel« der USA und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen. Die Umstände böten keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf eine informierte Quelle, dass der Iran Verhandlungen ablehne, solange die US-Marine an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhält. Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan bezeichnete die iranische Seite als Teil einer amerikanischen »Medienkampagne«, um mit Schuldzuweisungen Druck auf den Iran auszuüben.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social behauptet, dass eine US-Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen würde. Die Nachrichtenagentur dpa erfuhr von der US-Regierung, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen sollen.

Iven Fenker
Iven Fenker

UN-Botschafter verteidigt Drohung Trumps gegen Iran

Der Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hat die Drohung von Präsident Donald Trump verteidigt, zivile Infrastruktur im Iran anzugreifen. Dabei handele es sich lediglich um eine Eskalationsstufe, sagte Waltz, Einwände dagegen seien lächerlich.
Das iranische Regime und ihre Stellvertreter hätten militärische Infrastruktur in der Vergangenheit immer wieder bewusst in Wohngebieten, Krankenhäusern, Schulen und anderen zivilen Einrichtungen verborgen, sagte Waltz dem US-Sender ABC. Angriffe auf solche Orte stünden absolut im Einklang mit der Landkriegsordnung, sagte er und verwies darauf, dass der Iran Raketen und Drohnen eingesetzt habe, um Hotels und Wohnhäuser in der Golfregion zu attackieren.

Iven Fenker
Iven Fenker

US-Regierung geht von anhaltend gestiegenen Benzinpreisen aus

Die Benzinpreise in den USA könnten der Regierung zufolge bis ins nächste Jahr über der Marke von drei Dollar je Gallone (etwa 0,67 Euro pro Liter) bleiben. Energieminister Chris Wright sagt dem Sender CNN allerdings, dass sie vermutlich ihren Höhepunkt erreicht hätten. Der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin lag Schätzungen des US-Automobilklubs AAA zufolge zuletzt bei 4,05 Dollar, gegenüber 3,16 Dollar vor einem Jahr. 

Jan Wendt
Jan Wendt

Iran entsendet laut Bericht vorerst keine Delegation für Friedensgespräche 

Das iranische Regime hat laut einem Bericht noch keine Entscheidung über ein mögliches Treffen mit US-Vertretern getroffen. Solange die USA die Straße von Hormus blockieren, würden keine Verhandlungen in Pakistan stattfinden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine informierte Quelle.

Mehr zum aktuellen Stand möglicher Friedensverhandlungen lesen Sie hier:

Jan Wendt
Jan Wendt

Israel unterteilt Südlibanon laut Medienbericht in drei Gebiete 

Die israelischen Streitkräfte haben den von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte aufgeteilt, in denen sie operieren. Wie die israelische Zeitung Jediot Achronot berichtet, markiert eine rote Linie die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze. Dort sei ein Großteil der Gebäude zerstört, Hisbollah-Kämpfer hielten sich dort nicht mehr auf. In einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellung bezogen.

Eine gelbe Linie verlaufe sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze. In dieser Zone solle der Beschuss von Orten im nördlichen Israel unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. Auch in diesem Gebiet seien Israels Soldatinnen und Soldaten aktiv, teilweise würden vereinzelte Gefechte stattfinden. 

Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometern Entfernung von der Grenze fließt. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch »Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen«, schreibt die Zeitung. Die israelische Armee äußerte sich bisher nicht zu dem Bericht. Später veröffentlichte sie lediglich eine Grafik der gesamten sogenannten Sicherheitszone. 

Jan Wendt
Jan Wendt

Papst bezeichnet Waffenruhe im Libanon als Anlass zur Hoffnung

Papst Leo XIV. hat die Waffenruhe im Libanon als Anlass zur Hoffnung bezeichnet. Die Feuerpause sei eine Erleichterung für das libanesische Volk, sagte er während einer Messe in Angola vor schätzungsweise 100.000 Menschen. Leo ermutigte alle Beteiligten, die Friedensgespräche fortzusetzen, um ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten im Nahen Osten zu erreichen.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Donald Trump bestätigt Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran

Um die Gespräche mit dem Iran fortzuführen, wird eine US-Delegation nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche nach Islamabad reisen. Seine Unterhändler würden die pakistanische Hauptstadt am Montagabend erreichen, schrieb Trump auf seiner Plattform. Angaben zu einer Zeitzone machte er allerdings nicht. Die Delegation wird aus US-Vizepräsident JD Vance und den Unterhändlern Steve Witkoff sowie Jared Kushner bestehen, teilte das Weiße Haus mit.

Der US-Präsident kritisierte außerdem mutmaßlich iranische Angriffe in der Straße von Hormus während der Waffenruhe, die offiziell bis Mittwoch gilt. Erneut drohte Trump dem Iran mit schweren militärischen Schlägen, sollte dieser nicht auf die US-Forderungen eingehen.

Parvin Sadigh
Parvin Sadigh

Islamabad bereitet sich auf weitere Irangespräche vor

Vor einer möglichen weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran haben die Behörden in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Soldaten wurden an Kontrollpunkten stationiert, Touristenattraktionen geschlossen und große Hotels angewiesen, Buchungen zu stornieren und ihre Räumlichkeiten freizuhalten. Die Straßen blieben weitgehend leer, weil viele Einwohner aus Sorge vor Sperrungen zu Hause blieben.

Nina Monecke
Nina Monecke

Vorwurf der Spionage: Iran soll zwei ausländische Staatsangehörige festgenommen haben

Im Iran sind laut der lokalen Nachrichtenagentur Tasnim vier Personen wegen angeblicher Spionage festgenommen worden, darunter zwei Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Der Gruppe wird vorgeworfen, Teil eines mit den USA und Israel verbundenen Spionagenetzwerks zu sein.

Die Nationalität der beiden ausländischen Personen wurde bisher nicht öffentlich gemacht. Sie sollen Technik für Satelliteninternet wie Starlink ins Land gebracht haben

Dies ist im Iran ​eine Straftat. Das Regime sperrt seit sieben Wochen weitgehend das Internet im Land.

Nina Monecke
Nina Monecke

Iran stoppt laut lokaler Nachrichtenagentur zwei Tanker in der Straße von Hormus

Die iranischen Streitkräfte sollen zwei Schiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert haben. Die unter den Flaggen von ​Botswana und Angola fahrenden Tanker seien nach ⁠Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldet die iranische ​Nachrichtenagentur Tasnim. 

Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA ‌gegen ⁠den Iran und spricht ​von einer unbefugten Durchfahrt.