Zwischen 1 und 14 Jahren Altbier – Mann tötet acht Kinder in Louisiana mit Schusswaffe

Schreckliche Tat in den USA: In Louisiana sind acht Kinder zwischen 1 und 14 Jahren von einem Mann erschossen worden. Die Tat soll sich in einem familiären Kontext ereignet haben. Polizisten und Politiker ringen um Worte.

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Ein Mann hat in Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana in einem erschütternden Fall von häuslicher Gewalt nach Polizeiangaben acht Kinder in zwei Häusern getötet. Die Opfer seien zwischen einem und 14 Jahren alt, sagte Chris Bordelon, Sprecher der Polizei in Shreveport. Einige der Kinder seien mit dem Verdächtigen verwandt gewesen. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden.

Der mutmaßliche Täter habe nach den Bluttaten einen Wagen gestohlen und sei geflüchtet, erklärte Bordelon. Die Polizei habe während der Verfolgungsjagd auf den Verdächtigen geschossen, der später gestorben sei. Details zum mutmaßlichen Schützen nannten die Behörden zunächst nicht. Es handele sich um einen Mann im Erwachsenenalter, hieß es lediglich.

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Bei einer Pressekonferenz vor einem der Häuser, in denen die Schüsse fielen, rangen Beamte sichtlich um Fassung. Bordelon sprach von einem „weitläufigen Tatort, wie ihn die meisten von uns noch nie gesehen haben“. Dem Polizeichef von Shreveport, Wayne Smith, fehlten die Worte. „Ich weiß einfach nicht, was ich sagen soll, mein Herz ist bedrückt“, sagte er. „Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, wie so etwas passieren konnte.“

Bestürzt zeigte sich auch der Bürgermeister von Shreveport, einer Stadt mit rund 180.000 Einwohnern im Nordwesten Louisianas. „Das ist eine tragische Situation — vielleicht die schlimmste tragische Situation, die wir je hatten“, erklärte Tom Arceneaux. „Es ist ein schrecklicher Morgen.“

Louisianas Gouverneur Jeff Landry erklärte, er und seine Frau Sharon seien zutiefst erschüttert. „Wir sind den Strafverfolgungsbehörden und Ersthelfern sehr dankbar, die unermüdlich am Tatort arbeiten“, teilte er mit.

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Die Staatspolizei von Louisiana wurde nach eigenen Angaben von der Polizei von Shreveport um Mitarbeit bei den Ermittlungen gebeten. Bei der Verfolgung des Verdächtigen und dem Schusswaffeneinsatz gegen ihn sei kein Beamter zu Schaden gekommen, erklärte die Staatspolizei weiter.

Schlimmster Schusswaffenvorfall in den USA seit Januar 2024

Bei den Bluttaten in Shreveport handelte es sich um den tödlichsten Schusswaffenvorfall mit vielen Opfern in den USA seit Januar 2024. Damals waren acht Menschen in einem Vorort von Chicago getötet worden, wie aus einer Datenbank der Nachrichtenagentur AP und der Tageszeitung „USA Today“ hervorgeht, die in Zusammenarbeit mit der Northeastern University angelegt wurde.

Auch in Washington D.C. sorgten die Ereignisse in Shreveport für Entsetzen. Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, der aus Shreveport stammt und auch einen Teil des Nordwestens von Louisiana als Kongressabgeordneter vertritt, teilte mit: „Eine herzzerreißende Tragödie heute Morgen in Shreveport — acht Kinder wurden sinnlos getötet und mehrere weitere verletzt.“

Sein Team sei mit den Strafverfolgungsbehörden in Kontakt. „Wir schließen die Opfer, ihre Familien und Angehörigen sowie unsere Gemeinde in Shreveport in dieser unglaublich schwierigen Zeit in unsere Gedanken und Gebete ein.“

AP/sebe/doli

Source: welt.de