Weltraumkanone: Das ist keine Raketenwissenschaft

Zweihundert Kilometer würden Mike Grace erst mal reichen. Der kalifornische Unternehmer sucht ein Areal dieser Länge, auf dem weit und breit keine Menschen unterwegs sind, die er gefährden könnte, wenn er seine Ladung ins Weltall schießt. Kleine Satelliten zum Beispiel oder Bedarfsgüter für Raumstationen. Er will sie nicht wie fast alle anderen mit einer Rakete befördern, nein, Grace will nur die verhüllte Fracht selbst auf den Weg bringen. In einem waagerecht aufgebauten Rohr von zehn Kilometern Länge soll sie auf vielfache Schallgeschwindigkeit beschleunigt werden, sich dann nach und nach von der Erdoberfläche entfernen und zum Himmel jagen.