Papst Leo XIV. will Streit mit US-Präsident Trump beilegen
In der Auseinandersetzung mit US-Präsident Trump hat sich Papst Leo XIV. um Entspannung bemüht. Er habe nicht beabsichtigt, Trump zu widersprechen. An seiner Botschaft von Frieden in der Welt werde er dennoch festhalten.
Papst Leo XIV. will sich nach eigenen Angaben nicht auf weitere Debatten mit US-Präsident Trump einlassen. Er bedauere, dass einige seiner Äußerungen als kritische Anspielung auf Trump wahrgenommen wurden, sagte Leo während seiner Afrika-Reise auf dem Flug nach Angola.
Die Interpretation seiner Äußerungen sei „nicht in allen Aspekten korrekt“ gewesen, so das Oberhaupt der katholischen Kirche. „Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen“. Der Papst betonte, das sei nicht seine Absicht. Sein Ziel bleibe, eine Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu verbreiten.
Dabei verwies Leo unter anderem auf eine von ihm gehaltene Rede in Kamerun, in der er „Tyrannen“ angeprangert hatte, die die Welt ausplündern. Die Rede sei schon vor zwei Wochen geschrieben worden, beteuerte der Papst. „Aber sie wurde wahrgenommen, als würde ich versuchen, eine neue Debatte mit dem Präsidenten zu beginnen.“
Papst Leo verurteilt Gewalt im Nahost-Krieg
Der in den USA geborene Papst und der republikanische US-Präsident hatten sich zuletzt vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs einen öffentlichen Schlagabtausch geliefert.
Der Pontifex hatte vor rund einer Woche die „sinnlose und unmenschliche Gewalt“ im Nahen und Mittleren Osten verurteilt und erklärt, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die „heute Bomben abwerfen“. Vor Gläubigen im Petersdom forderte Leo, alle Kriege auf der Welt zu beenden.
Trump reagierte mit scharfem Angriff auf Leo
Trump reagierte wütend auf den Aufruf des Papstes und warf ihm mit Blick auf Iran vor, sich mit einem Land gemein zu machen, „das eine Atomwaffe will“. Leo XIV. sei „eine sehr linksliberale Person, und er ist ein Mann, der nicht daran glaubt, Verbrechen zu stoppen“.
Der Papst entgegnete daraufhin, er habe „keine Angst“ vor der Trump-Regierung und sehe es als seine „moralische Pflicht“, sich gegen den Krieg auszusprechen.
Leo XIV. bereist derzeit den afrikanischen Kontinent. Nach Algerien und Kamerun kam er am Samstag im dritten Land seiner Reise, Angola, an.
Source: tagesschau.de