Kerosinmangel: Katherina Reiche warnt vor Alarmismus im Zusammenhang Versorgung mit Kerosin
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat Gegenmaßnahmen angekündigt, falls es zu Kerosinmangel kommen sollte. »Alarmismus bei Kerosin hilft nicht«, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Das Bundeswirtschaftsministerium nehme die Sorgen der Luftfahrtbranche ernst.
Luftverkehr sei für den Wirtschaftsstandort Deutschland von großer Bedeutung.
Verschiedene Luftfrachtunternehmen haben bereits eine
bevorzugte Versorgung gefordert, sollte es Engpässe geben. »Wir kommen
möglicherweise in eine Situation, dass in Deutschland Kerosin zugeteilt
werden muss, wie es in Italien bereits der Fall ist«, sagte etwa Claus
Wagner, Vorsitzender des Verbands der Air Cargo Abfertiger Deutschlands
(Vacad), der Welt.
Klingbeil fordert Maßnahmen gegen Kerosinmangel
Vor diesem Hintergrund betonte Reiche,
es gebe einen engen und ständigen Austausch mit den Akteuren der
Branche, um mögliche Auswirkungen auf die Luftfahrt in Deutschland zu
beobachten und, falls nötig, rasch zielgerichtete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Für kommende Woche habe ihr Ministerium gemeinsam mit dem
Bundesverkehrsministerium Lieferanten, Flughäfen,
Airlines und Verbände zu einem Gespräch eingeladen, sagte Reiche.
Zuvor hatte Bundesfinanzminister Lars
Klingbeil (SPD) Maßnahmen gegen einen von der
Internationalen Energieagentur prognostizierten möglichen Kerosinmangel
gefordert. »Wir müssen die Warnungen vor Kerosinknappheit sehr ernst
nehmen«, sagte der SPD-Chef dem Spiegel. Für ihn sei klar: »Wir
sollten nicht nur das Preisproblem angehen, sondern müssen jederzeit
auch die Versorgungssicherheit im Blick haben.«