Pazifik: US-Militär greift erneut Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler an
Das US-Militär
hat im östlichen Pazifik erneut ein mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot
angegriffen und drei Männer getötet. Nach Informationen der US-Geheimdienste habe sich das Boot auf einer bekannten Drogenhandelsroute
befunden und habe Drogenschmuggel betrieben, teilte das für die Region
zuständige US-Regionalkommando Southcom auf X mit.
Unter Anordnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump greift das Militär
seit Herbst vergangenen Jahres Boote in der Karibik und im östlichen
Pazifik an, auf denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden
sollen. Dabei kommen auch regelmäßig Menschen ums Leben.
Erst am Dienstag
hatte das US-Militär mitgeteilt, bei einem ähnlichen Angriff vier Menschen
getötet zu haben. Bei einem weiteren Einsatz am Montag wurden demnach zwei Menschen getötet. Seit September sind bei derartigen Angriffen bereits mehr als 170 Menschen getötet worden.
Experten und Menschenrechtsorganisationen stellen die Rechtmäßigkeit der Angriffe infrage. Human Rights Watch sprach von »ungesetzlichen außergerichtlichen Tötungen«. Auch einige Mitglieder des US-Kongresses kritisieren das
Vorgehen der Regierung, darunter zunehmend auch Mitglieder von Donald Trumps
Republikanischer Partei.