Energiekrise: Jens Spahn fordert erneute Debatte oberhalb Rückkehr zur Atomenergie








Jens Spahn wünscht sich, dass in Deutschland wieder über die Atomenergie geredet wird. Dabei hatte Kanzler Merz den Ausstieg als „irreversibel“ erklärt.

Unionsfraktionschef Jens Spahn hat sich für eine erneute Debatte über einen Wiedereinstieg in die Atomkraft und die Reaktivierung der zuletzt abgeschalteten Reaktoren ausgesprochen. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, sagte Spahn  vor einem Innovationskongress der Unionsfraktion: „Es gibt Studien, die sagen, dass die stillgelegten Reaktoren der letzten Jahre mit um die neun, zehn Milliarden Euro wieder ans Netz gehen könnten.“



Der CDUler Spahn ergänzte: „Ich finde jedenfalls, diese Debatte müssen wir gesellschaftlich führen.“ In anderen Staaten würden „30, 40, 50 Milliarden Euro investiert, um ein neues Kernkraftwerk zu bauen. Wir könnten mit deutlich weniger unsere gerade abgeschalteten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen. Eine Diskussion ist es in jedem Fall wert“, betonte Spahn.

Vor Jens Spahn hatte Markus Söder eine Abkehr vom Atomausstieg gefordert

Mitte März hatte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Abkehr vom Atomausstieg gefordert und angekündigt, den Bau moderner Mini-Atomkraftwerke im Freistaat zu planen. Der CSU-Chef stellte sich damit gegen die Linie von Kanzler Friedrich Merz, der den Atomausstieg jüngst als „irreversibel“ bezeichnet hatte.

Der Ausstieg aus der Atomenergie war unter der CDU-geführten Bundesregierung von Angela Merkel nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 beschlossen worden. Im Jahr 2023 wurden die letzten Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet.

AFP

akr

Source: stern.de