Fachmagazin-Ranking: Club-Ranking: Wuppertal neu dieserfalls, Köln fällt aus Top Ten






Wo feiert es sich 2026 am besten? Die angesagteste Club-Adresse Deutschlands liegt laut „DJ Mag“ in Köln – aber nicht mehr in den Top 10. Auch Berlin rutscht ab. Dafür gesellt sich Wuppertal dazu.

Mit dem „Open Ground“ aus Wuppertal gehört laut dem Fachmagazin „DJ Mag“ dieses Jahr eine dritte deutsche Adresse zu den besten Clubs der Welt. Der Technoclub im Bergischen Land schafft es als Neueinsteiger mit Platz 100 knapp auf die Bestenliste für 2026. Das „Bootshaus“ in Köln entscheidet wieder das innerdeutsche Duell für sich und landet vor dem Berliner „Berghain“. Beide Clubs rutschen in ihrer Platzierung jedoch ab, wie das „DJ Mag“ mitteilt.



Das „Bootshaus“ erreicht als Deutschlands höchstplatzierter Club immerhin Platz 11. Damit fliegt es im Vergleich zu 2025 allerdings aus der Top 10 (Vorjahr: Platz 7). Der weltbekannte Technoclub „Berghain“ in der Hauptstadt verliert fünf Positionen und landet auf Platz 21. Für die Rangliste konnten Fans weltweit von Anfang Januar bis Mitte März online abstimmen.

„Open Ground“ Ende 2023 eröffnet

Das „Bootshaus“ ist eine Tanz-Location auf einem abgelegenen Werftgelände unter einer Rheinbrücke am Mülheimer Hafen. Der Technoclub „Berghain“ befindet sich seit gut 20 Jahren im früheren Heizkraftwerk Friedrichshain. Ihn umgibt ein Mythos von strengen Türstehern, verschwiegenen Betreibern, Fotografierverbot, Fetisch und Sex.


Ende 2023 wurde das „Open Ground“ in einem alten Bunker in Wuppertal eröffnet. Auf der Internetseite des Clubs heißt es über die Türpolitik: „Bitte mach dir keinen Kopf, ob du cool genug oder jung genug oder richtig gestylt bist – sei einfach du selbst und sei nett.“ „Die Zeit“ schrieb vergangenes Jahr, das „Open Ground“ sei wie das „Berghain“: „aber in freundlich“. 

Wechsel an der Spitze: Welcher Club ganz oben steht

Auch an der Spitze des Rankings gibt es dieses Mal Bewegung: Nach vier Jahren als Nummer 1 in Folge landet das „Hï Ibiza“ auf der spanischen Party- und Urlaubsinsel nur noch auf dem vierten Platz. Stattdessen rückt das erst 2025 eröffnete „[UNVRS]“ – ebenfalls auf Ibiza – als Neueinsteiger an die Spitze. 




Gewonnen habe damit eine bestimmte Vorstellung davon, was ein Club im Jahr 2026 sein solle, schreibt das „DJ Mag“. Groß, maximal inszeniert, technisch aufgeladen, international ausgerichtet und so konzipiert, dass man nicht nur dort feiere, sondern auch noch lange danach darüber spreche. Das „[UNVRS]“ sei damit auch ein Symbol dafür, wohin sich die globale Clubkultur gerade bewege. 


Generell hat Ibiza im Voting die Nase weit vorn. So landet auch das „Ushuaïa“ unverändert wieder auf Platz 3. Auf dem zweiten Platz steht – ebenfalls unverändert – das „Green Valley“ in der brasilianischen Küstenstadt Camboriú. Neben Ibiza und Brasilien prägen laut „DJ Mag“ aber auch große Teile Asiens das Ranking. Auf dem fünften Platz steht mit „Savaya“ auf Bali ein indonesischer Club, auf Platz 9 hält sich unverändert das „Illuzion“ auf der thailändischen Insel Phuket.

Die Top 10 der „DJ Mag“-Top-100-Clubs im Jahr 2026

01. „[UNVRS]“; Ibiza, Spanien (Neueinstieg)02. „Greenvalley“, Camboriú, Brasilien (-)03. „Ushuaïa Ibiza“; Spanien (-)04. „Hï Ibiza“; Spanien (-3)05. „Savaya“; Bali, Indonesien (+1)06. „Echostage“; Washington, DC, USA (-1)07. „Laroc Club“; Valinhos, Brasilien (+1)08. „Fabrik“; Madrid, Spanien (+6)09. „Illuzion“, Phuket; Thailand (-)10. „Surreal Park“; Camboriú, Brasilien (+16)

dpa

Source: stern.de