AfD: US-Maga-Vertreter kommen AfD-Abgeordnete im Bundestag
Führende AfD-Bundestagsabgeordnete haben sich in Berlin mit US-Vertretern des republikanischen Maga-Lagers von Präsident Donald Trump getroffen. Zu Gast im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestags war der Präsident der republikanischen Jugendorganisation New York Young Republican Club, Stefano Forte.
„Wir haben große Schnittmengen mit der Maga-Bewegung in den Vereinigten Staaten. Und darum ist es nur folgerichtig, dass wir miteinander im Austausch sind“, sagte der außenpolitische Sprecher und Organisator der Vortragsveranstaltung, Markus Frohnmaier. Er hatte Forte im Dezember in New York besucht. Besonders bei den Themen Migration und Gesellschaftspolitik gibt es zwischen der AfD und der Maga-Bewegung viele Übereinstimmungen.
Die US-Republikaner und die AfD seien „natürliche Freunde“, sagte Forte. Er forderte ein Ende der Brandmauer, mit der sich die Unionsparteien politisch von der AfD abgrenzen. Diese müsse nach Fortes Ansicht fallen wie 1989 die Berliner Mauer.
Zwischen der AfD und den US-Republikanern herrscht reger Austausch. Neben mehreren US-Reisen und Treffen mit Republikanern, kam auch ein Social-Media-Berater Trumps im vergangenen Jahr zum Vortrag in die AfD-Bundestagsfraktion nach Berlin. US-Außenminister Marco Rubio hatte sich offen an die Seite der AfD gestellt und den Umgang des Bundesverfassungsschutzes mit ihr kritisiert.
Zuletzt hatte sich die AfD-Spitze auch kritisch über Trumps Außenpolitik geäußert, etwa nach der US-Militäraktion in Venezuela, dem Konflikt um Grönland und dem Beginn der US-Angriffe auf den Iran. Das ändere nichts am guten Verhältnis zwischen beiden Seiten, sagte Frohnmaier. Manchmal wichen die Interessen ab. Das sei „ein völlig normaler und natürlicher Vorgang unter Partnern“. Forte sagte, zwischen Partnern gebe es Raum für Meinungsunterschiede. Die Beziehungen zwischen der Maga-Bewegung und der AfD seien stark.
Zuletzt hatte die AfD-Bundestagsfraktion die Konferenz der Alliance of Sovereign Nations in Washington, D.C. Anfang März mit insgesamt 35.000 Euro bezuschusst, zu der eine Reihe Trump-naher Organisationen eingeladen hatten. Bei der Veranstaltung sprach auch Frohnmaier.