Nemesio Rubén Oseguera: Weiß wie Blut

Mexiko bietet gerade Bilder wie aus einem Bürgerkrieg. Schwer bewaffnete Mitglieder des mächtigsten Drogenkartells legten Anfang der Woche mit Brandstiftungen und Straßenblockaden zahlreiche Städte lahm. Eine Machtdemonstration, nachdem die Armee ihren Boss Nemesio Rubén Oseguera getötet hatte. Einheimische wie Touristen mussten sich in Wohnungen oder Hotels verschanzen, Schulen wurden geschlossen. „Das passiert, wenn du dich mit uns anlegst“, lautete die wohlkalkulierte Botschaft an den Staat. Wohlkalkuliert, weil das Kartell bei Weitem noch nicht die Gewalt entfesselt hat, zu der es in der Lage wäre.