Gefangenschaft in Russland: „Die Schläge hörten nie auf“

In den Verhandlungen
mit der Ukraine macht Russland den Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass
zu einer Hauptbedingung für ein Ende seines Angriffskriegs. Damit würden Städte
wie Kramatorsk und Slowjansk, samt ihren Einwohnern, unter russische
Kontrolle geraten. Für ukrainische Zivilistinnen und Zivilisten in den von Russland besetzten Gebieten würde aber auch
ein Ende der Kämpfe noch kein Ende der Gewalt bedeuten.

Vier Jahre nach
Kriegsbeginn sitzen Tausende Menschen aus der Ukraine in russischen Gefängnissen,
obwohl sie nicht dem Militär angehören und deswegen nicht als Kriegsgefangene
gelten. Die meisten von ihnen wurden auf von Russland besetzten Gebieten
verschleppt. Nur etwa zweitausend von ihnen konnte die Regierung in Kyjiw
identifizieren. Nur etwas mehr als 400 von ihnen
sind bislang freigekommen
.