Vor Atomgesprächen zwischen USA und Iran: Trump droht Iran mit Konsequenzen

Donald Trump spricht in der Air Force One zu Journalisten.

Stand: 17.02.2026 09:27 Uhr

In Genf sind indirekte Gesprächen zwischen den USA und Iran geplant. US-Präsident Trump erhöht vorher den Druck auf Teheran und droht mit Konsequenzen, falls das Regime im Hinblick auf das Atomprogramm keinem Abkommen zustimme.

Im Atomstreit zwischen dem Iran und den USA sind heute neue Gespräche in Genf geplant. Sie sollen nach Angaben aus Teheran wie bereits in der vorherigen Runde im Oman indirekt geführt werden. Die iranische Delegation wird staatlichen iranischen Medien zufolge von Außenminister Abbas Araghtschi geleitet. Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt.

Trump will „indirekt“ an Gesprächen beteiligt sein

US-Präsident Donald Trump teilte mit, dass er „indirekt“ an den Verhandlungen in Genf beteiligt sein werde. Er drohte der iranischen Regierung mit Konsequenzen im Falle einer ausbleibenden Einigung bei den Gesprächen. „Ich glaube nicht, dass sie die Konsequenzen wollen, wenn kein Abkommen zustande kommt“, sagte Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

Der iranische Außenminister Araghtschi erklärte seinerseits auf der Plattform X, er sei in Genf, um eine faire und gerechte Einigung zu erzielen. Man werde sich Drohungen jedoch nicht beugen.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen.

US-Kriegsschiffe in der Region

Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche am 6. Februar wieder aufgenommen. US-Präsident Trump hat Teheran bereits mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Die USA haben zahlreiche Kriegsschiffe in die Region entsandt.

Seit den Massenprotesten Anfang Januar ist Irans Führung innenpolitisch so stark unter Druck wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Am Wochenende hatten etliche Menschen auf mehreren Kontinenten für Freiheit im Iran demonstriert.

Zu dem Aktionstag aufgerufen hatte Reza Pahlavi, der seit Jahrzehnten im Exil lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien. Die Protestbewegung sieht einen möglichen Deal mit der aktuellen Führung kritisch.

Source: tagesschau.de