Trumps Ukraine-Strategie: Von welcher Kriegspartei zum Wirtschaftsprotektorat


Wolodymyr Selenkij und Donald Trump treffen sich nicht auf Augenhöhe

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Mit ihrem Rohstoff-Deal mit der Ukraine wollen die USA vor allem eins: Gewinn aus ihren Investitionen in die Verteidigung gegen Russland ziehen

Donald Trump ist um einiges findiger und kreativer, als ihm das seine Kritiker besonders außerhalb der USA zugestehen. Sein Umgang mit dem Ukraine-Krieg bricht mit überlieferten Mustern, wie sie bisher für den Ausstieg aus Konflikten galten, bei denen sich die Amerikaner derart exponiert hatten, dass die Verluste an Soldaten wie Ressourcen das Verkraftbare überschritten. Man denke an die Kriege in Vietnam, im Irak oder in Afghanistan. In der Ukraine sind die USA zwar maßgeblich beteiligt, jedoch ohne selbst zu schießen und zu sterben. Folglich bleibt ihnen ein Rückzug erspart, wie er sich in den genannten Fällen irgendwann als unausweichlich erwies.

Dass daraus der Trump-Regierung mehr diplomatische Flexibilität erwächst, war den ukrainisch-