Zwei Unternehmer erzählen: Wie aus einer Idee ein Business wird
Nikita Fahrenholz und Martin Eyerer sprechen in der neusten Podcast-Folge von Royal GS über erste Schritte beim Gründen – von Feedback, Prototypen und einen Fehler, den viele machen.
Da hat man eine gute Idee für ein Startup – und dann? Was sind die ersten Schritte, damit aus der Idee mehr wird als eine Luftnummer? Klar, einfach machen. Hört man oft und gerne. Und es stimmt ja auch.
Aber man kann auch bisschen systematisch dabei vorgehen, sagen Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) in der neusten Podcast-Folge von Royal GS.
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Von der Idee zum Business
Um sein eigenes Business aufzubauen, muss man laut Fahrenholz und Eyerer nicht alles direkt bis ins kleinste Detail geplant haben. Nach der Idee komme erst mal eine kurze Marktanalyse. Wobei sich Fahrenholz und Eyerer da nicht ganz einig sind: Eyerer empfiehlt, zwei Tage intensive Recherche zu betreiben und herauszufinden, was es auf dem Markt bereits gibt und was sich verbessern ließe. Fahrenholz hingegen nimmt davon eher Abstand. „Viele Ideen scheitern daran, weil man sie sich selbst kaputt macht“, sagt er.
Nichtsdestotrotz: „Einfach Machen“ kommt vor Businessplan – da sind sich Fahrenholz und Eyerer einig und fassen ein paar konkrete Schritte zusammen, wie man loslegen kann:
1. Allen davon erzählen
Wer eine Idee hat, sollte für ein erstes, ehrliches Feedback möglichst vielen Menschen davon erzählen, sagen Eyerer und Fahrenholz. Laut ihnen würden viele Founder dazu neigen, Ideen für sich zu behalten – aus Angst jemand könnte ihnen zuvorkommen. „Keiner wird die Energie reinstecken und euch die Idee wegnehmen“, sagt Fahrenholz. Für das Feedback gilt: „Hört aber auch nur so halb hin“, sagt er. Und die Idee nicht gleich ausreden lassen.
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2. Ersten Prototypen aufsetzen
Hier gehe es laut Eyerer nicht darum, das Produkt direkt zu challengen, sondern erstmal so aufzubauen, dass es existiert und funktioniert.
3. Produkt muss im Kern ein Problem lösen
Das ist ein Punkt, den Fahrenholz auch bei erfahrenen Gründern oft sehe: Viele wollen mit ihrer Idee gleich mehrere Probleme lösen. „Seid keine Firma, die erst dann was erreicht, wenn sie Problem drei, vier oder fünf lösen kann“, sagt Fahrenholz. Der Fokus müsse auf einem Problem liegen, das im Prototyp angegangen wird.
4. Es ist okay, sein Geschäftsmodell später aufzustellen
Zuerst müsse das Produkt stehen, sagt Eyerer. „Habt ihr ein Problem gelöst, werdet ihr irgendwann damit Geld verdienen.“
5. Partner in Crime finden
Es mache einfach mehr Spaß, eine Idee mit mehreren Menschen umzusetzen, sagt Fahrenholz. Wichtig für den Beginn sei, dass Fokus und Motivation bei allen übereinstimmt.
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6. Produkt so gut es geht selbst bauen
„Don’t be shy“, sagt Fahrenholz. Wer eine Idee für ein Produkt hat, sollte es auch selbst bauen – unabhängig vom fachlichen Background. Es gibt mittlerweile viele Tools, die man dafür nutzen kann. Stichwort: Vibe Coding.
7. Im Netzwerk nach Rat fragen
Kommt man nicht voran oder hat offene Fragen, empfiehlt Eyerer, Leute aus dem Netzwerk anzurufen und nach Rat zu fragen, die Expertise haben.
Generell gilt laut Fahrenholz: Wer aus seiner Idee ein Business aufbauen will, muss sein Produkt selbst umsetzen, verstehen, verkaufen – und maximal Bock drauf haben. „Es gibt keinen, der so bescheuert und so irre ist, das was ich da tue mit Fahrengold so lange zu machen und mit so einer Intensität, ohne jetzt sofort einen richtig krassen Outcome zu haben“, sagt Fahrenholz. „Du musst schon echt einen an der Schraube haben und mögen, was du da machst. Dann kann es auf lange Sicht echt ein Erfolg werden.“
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Source: businessinsider.de