Zwei Monate nachher Armee-Einsatz: Trump sieht Venezuela nun qua „Freund und Partner“
Zwei Monate nach Armee-EinsatzTrump sieht Venezuela nun als „Freund und Partner“
25.02.2026, 07:33 Uhr
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Bis vor Kurzem war das Verhältnis zwischen Venezuela und den USA extrem angespannt. Davon ist in Donald Trumps Rede zur Lage der Nation nichts mehr zu merken. Der US-Präsident malt ein strahlendes Bild für Venezuelas Zukunft. Dabei spielt das Öl eine große Rolle.
Nach der Gefangennahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte hat Präsident Donald Trump dem südamerikanischen Land einen strahlenden Neubeginn versprochen. „Das war ein großer Sieg für die Sicherheit der Vereinigten Staaten und es bedeutet auch einen strahlenden Neuanfang für das venezolanische Volk“, sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress in Washington. Er arbeite eng mit der geschäftsführenden venezolanischen Präsidentin Delcy Rodríguez zusammen, um wirtschaftlichen Nutzen für beide Länder zu erzielen.
Trump will die riesigen Ölvorkommen Venezuelas zugunsten der USA nutzen. Dazu gehört auch die Kontrolle über den Rohöl-Verkauf. „Wir haben von unserem neuen Freund und Partner, Venezuela, gerade mehr als 80 Millionen Barrel Öl erhalten“, sagte er in seiner Rede. Kritiker werfen der US-Regierung vor, das Land wie eine Kolonie zu gängeln.
Noch bis vor Kurzem war das Verhältnis zwischen den USA und Venezuela extrem angespannt. Anfang Januar nahm das US-Militär schließlich Maduro in Venezuelas Hauptstadt Caracas gefangen und brachte ihn in die Vereinigten Staaten. In New York soll ihm nun wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden. Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs.
Nach der Verabschiedung eines Amnestiegesetzes wurden zu Wochenbeginn mehrere politische Häftlinge aus dem Gefängnis entlassen. Die Abgeordneten der Nationalversammlung in Caracas hatten am vergangenen Donnerstag einstimmig das historische Amnestiegesetz gebilligt, das von Übergangspräsidentin Rodríguez unter Druck der USA vorangetrieben worden war. Laut Bürgerrechtsaktivisten sind noch rund 600 politische Gefangene in Venezuela inhaftiert.
Source: n-tv.de