Zoff um Chelseas Rekord-Transfer – Berater attackiert Verein publik
Chelsea-Star Enzo Fernández kokettiert in einem Podcast mit einem Wechsel zu Real Madrid. Er wird dafür suspendiert. Sein Berater reagiert ohne jegliches Verständnis – und wählt scharfe Worte in Richtung des Vereins.
Der FC Chelsea hat seinen Mittelfeldspieler Enzo Fernández aus disziplinarischen Gründen für zwei Spiele aus dem Kader geworfen. Aufgrund von Äußerungen des argentinischen Fußball-Weltmeisters während der Länderspielpause wird dieser am Samstag im Viertelfinale des FA Cups gegen Port Vale (18.15 Uhr) und im Heimspiel der Premier League am Sonntag in einer Woche gegen Manchester City nicht zum Einsatz kommen.
Der 25-jährige Fernández hatte in einem Podcast geäußert, er würde gerne in Madrid leben, was Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu Real Madrid befeuerte. Schon zuvor hatte er in seinen Aussagen offen gelassen, ob er auch über das Saisonende hinaus bei Chelsea bleiben werde. Bei den Blues, die 2023 geschätzte 120 Millionen Euro Ablöse an Benfica Lissabon gezahlt hatten, steht Fernández noch bis 2032 unter Vertrag. Es ist bis heute Chelseas Rekord-Transfer.
Sein Berater nannte die Bestrafung „komplett unfair“. Fernández habe lediglich über Madrid als Stadt gesprochen, „aber an keinem Punkt gesagt, dass er Chelsea oder London verlassen will“, sagte Javier Pastore dem Portal „The Athletic“. „Es gibt keinen wirklichen Grund oder eine Rechtfertigung dafür, warum er suspendiert wurde. Enzo hat die Situation nicht verstanden. Als der Trainer ihm die Entscheidung mitteilte, hat er sie akzeptiert, weil er ein äußerst professioneller Spieler ist. Aber wir verstehen die Strafe nicht“, sagte Pastore weiter.
Auch der Berater ließ die Zukunft von Fernández bei Chelsea offen. Man wolle sich nach der Weltmeisterschaft erneut zusammensetzen „und falls es zu keiner Einigung kommt, andere Optionen prüfen“, sagte Pastore.
„Mussten Sanktionen verhängen“, sagt Chelseas Trainer
„Ich denke, eine Grenze wurde im Hinblick auf unsere Unternehmenskultur und unsere Ziele überschritten“, sagte Chelsea-Trainer Liam Rosenior laut Mitteilung: „Daher mussten wir Sanktionen verhängen, und das ist die Entscheidung, die wir getroffen haben.“
Der Trainer wollte aber nicht komplett den Stab über seinen Profi brechen. „Das heißt aber nicht, dass die Tür für Enzo endgültig geschlossen ist. Das ist sehr wichtig“, bekräftigte Rosenior: „Es ist eine Sanktion, denn bei diesem Fußballverein, einem erfolgreichen Verein mit langer Tradition, muss man diese Kultur schützen.“
luwi/dpa/AP
Source: welt.de