Zerstörte Militärstützpunkte: US-Truppen sollen im Iran-Krieg gen Hotels und Büros ausweichen

Zerstörte MilitärstützpunkteUS-Truppen müssen im Iran-Krieg auf Hotels und Büros ausweichen

26.03.2026, 18:53 Uhr

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Soldaten kommen im Jahr 2020 an einem US-Stützpunkt in Kuwait an. (Foto: via REUTERS)

Nach dem US-israelischen Angriff auf den Iran attackiert die Islamische Republik die US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Offenbar mit großem Erfolg: Einem Bericht zufolge müssen Tausende US-Soldaten an ungewohnte Orte ausweichen. Mit Spezialausrüstung ist das nicht einfach.

Die weitgehende Zerstörung vieler US-Stützpunkte in der Golfregion durch Vergeltungsangriffe des Iran hat offenbar viele US-Militärangehörige bei der Kriegsführung ins „Homeoffice“ gezwungen. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf Angehörige der US-Armee berichtet, mussten viele amerikanische Soldaten in Hotels und Büroräume in der gesamten Region ausweichen. So führe nun ein Großteil der Landstreitkräfte den Krieg gegen den Iran abseits der eigentlich vorgesehenen Stützpunkte durch – mit Ausnahme von Kampfpiloten und Besatzungen, die Kampfflugzeuge bedienen, warten und Luftangriffe durchführen.

Viele der 13 Militärstützpunkte in der Region, die von amerikanischen Truppen genutzt werden, seien so gut wie unbewohnbar, heißt es. Der Stützpunkt in Kuwait, das direkt an den Iran grenzt, sei wohl am stärksten beschädigt.

Dem Bericht zufolge haben die iranischen Revolutionsgarden die Bevölkerung in den Golfstaaten dazu aufgefordert, die neuen Standorte von US-Soldaten zu melden – während sie selbst nach den verstreuten Truppen suchten. US-Militärbeamte sagten der „New York Times“, dass diese Drohung das Pentagon nicht davon abhalte, den Krieg gegen den Iran fortzusetzen. Doch die Verlegung der Truppen an provisorische Standorte werfe „Fragen hinsichtlich der Kriegsvorbereitungen der Trump-Regierung auf“, schreibt die Zeitung.

Demnach befanden sich vor Kriegsausbruch fast 40.000 US-Soldaten in der Region, von denen Tausende nach den iranischen Angriffen verteilt worden seien – einige sogar bis nach Europa. Der Großteil sei zwar im Nahen Osten geblieben – müsse nun aber anders arbeiten. Das Ergebnis ist laut Zeitung ein Krieg, der viel schwieriger zu führen ist.

„Ja, wir sind in der Lage, provisorische Einsatzzentralen einzurichten, aber man verliert dabei unweigerlich an Leistungsfähigkeit“, wird ein pensionierter Spezialist für Zielerfassung bei den Spezialeinheiten der US-Luftwaffe zitiert. „Man kann zum Beispiel nicht einfach die gesamte Ausrüstung auf dem Dach eines Hotels aufstellen. Ein Teil davon ist zu unhandlich.“ Ein Vertreter des US-Militärs erklärte, dass die Truppen nicht von den Dächern ziviler Hotels aus operieren.

Quelle: ntv.de, dsc

Source: n-tv.de