Zahlungsmittel: Das kritisiert jener HDE an den Plänen zum digitalen Euro

Seit einigen Jahren schon arbeiten unter anderem die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission an der Einführung eines digitalen Euro.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) befürwortet die Pläne zum digitalen Euro, warnt jedoch vor dem Scheitern des Projekts durch eine zu komplexe und realitätsferne Ausgestaltung. Er fordert eine „echte Alternative zu Kartensystemen“. Das sind die Kritikpunkte des Verbands.
EU und EZB geben Gas
Digitaler Euro wird an alle Kassen kommen
Vermutlich 2029 wird die Annahme von Digitalen Euro für Händler zur Pflicht. Das erfordert erhebliche Investitionen. Falls es für die Branche gut läuft, wird die elektronische Version des Euro aber auch die Gebühren für Mobile Payment begrenzen, die Händler an die Banken zahlen.
Statt einer Orientierung an marktüblichen Preisen der etablierten Verfahren fordert der HDE zudem „konkret transaktionsbasierte Gebühren von maximal vier Cent statt prozentualer Entgelte“. Eine generelle Akzeptanzpflicht lehne der HDE entschieden ab, solange die Kostenstruktur nicht effizient gestaltet sei.
Chance nicht verspielen
Bei richtiger Ausgestaltung könne der digitale Euro zu einem Erfolgsmodell werden, das Effizienz und Innovation fördere. „Europa kann es sich nicht leisten, diese Chance zu verspielen. Die Entscheidungen der kommenden Monate werden darüber bestimmen, ob der digitale Euro seine transformative Kraft entfalten kann oder als kostenintensives Zwangssystem scheitert“, so Binnebößel.