Wohnungskrise: Klingbeil plant Bundesgesellschaft zu Händen bezahlbaren Wohnungsbau

Gegen den Wohnungsmangel will Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau gründen. Diese neue Gesellschaft wäre keine Baufirma und auch keine Behörde, sondern eine Art Entwickler und Kreditgeber für Wohnungsprojekte, heißt es in einem Papier, das der Süddeutschen Zeitungund der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

„Der privatwirtschaftliche Wohnungsbaumarkt allein kann den nötigen Neubau zu bezahlbaren Preisen nicht realisieren“, heißt es in Klingbeils Papier. Die Bundesgesellschaft mit „schlanker Organisationsstruktur“ könnte demnach Wohnungsbauprojekte entwickeln, öffentlich ausschreiben und mit preiswerten Krediten helfen. „Die beauftragten Baufirmen liefern die Wohnungen“, heißt es weiter.

Klingbeil hatte die Idee einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft in seiner Reformrede vergangene Woche erwähnt, aber nicht weiter ausgeführt. Unterstützung bekam er von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD). Gemeinsam mit ihr möchte Klingbeil in den nächsten Monaten ein Konzept ausarbeiten.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.