„Wo ist dieser Stieler, dieser Blödmann?“, schimpft Leverkusens Boss
Bayer Leverkusens Klub-Boss Fernando Carro sorgte nach dem 1:1 in der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 für eine klare Ansage in der Kabine. „Ich habe den Spielern auf Spanisch gesagt: ‚Ihr müsst aufwachen‘“, sagte Fernando Carro sichtlich frustriert. „Ich glaube, dass wir keine gute Leistung gezeigt haben, besonders in der ersten Hälfte. Am Ende haben wir es ja versucht, aber man kann ja nicht 50 oder 80 Minuten so spielen, meiner Meinung nach.“
Für den ambitionierten Geschäftsführer war der schwache Auftritt der Werkself viel zu wenig. „Wenn ich in der Kabine wäre, würde ich ausflippen“, betonte der temperamentvolle Spanier. Sein Ärger richtete sich jedoch nicht nur gegen die eigene Mannschaft. Auch Schiedsrichter Tobias Stieler geriet ins Visier. „Wo ist der Stieler, der Blödmann?“, schimpfte Carro, während er sich zwischen Kabinen und Interviewzone in Richtung Schiedsrichter-Kabine aufmachte.
„Es ist für mich unfassbar“, schimpft der Bayer-Trainer
Auslöser war eine Szene in der 67. Minute: Nach einer Ecke sah Carro im Strafraum ein klares Foul an einem Bayer-Spieler, aus dem Mainz den Konter zum 1:0 einleitete. „Ein Mainzer zieht ihn runter. Für mich ist das ein klarer Elfer“, so Carro. „Ich habe den Schiri gefragt: Warum hat der Videoassistent nicht eingegriffen? Die Antwort: Der Videoassistent meinte, es sei eine 50:50-Situation, beidseitiges Ringen. Ich habe es anders gesehen.“
Auch Trainer Kasper Hjulmand hatte eine klare Meinung zu der Szene. „Es ist, glaube ich, das erste Mal, dass ich etwas zum Schiedsrichter sage: Wenn das kein klarer Elfmeter ist, dann kenne ich die Regeln nicht. Dann muss mir das jemand erklären. Wir haben den VAR – es ist für mich unfassbar“, urteilte der Däne. Mit Blick auf die Leistung seiner Mannschaft betonte Hjulmand: „Ich habe keine Entschuldigung. Wir müssen Lösungen finden und besser spielen.“
Source: welt.de