Wladimir Putin: Eine Pleite nachher dieser anderen

Das neue Jahr hat für Wladimir Putin nicht richtig gut begonnen. In der Ukraine frieren Millionen Menschen ohne Strom und Heizung, wenigstens das läuft nach seinem Geschmack. Aber auf internationaler Bühne muss er Niederlagen einstecken. Zu Jahresbeginn stürzte sein Verbündeter Nicolas Maduro in Venezuela. Und sollten Putins Lieblingsislamisten in Teheran doch irgendwann die Macht verlieren, könnte er dagegen – das wissen alle – kaum etwas ausrichten. 

Putin hat gestern sein Neujahrsschweigen gebrochen und etwas flau zur Wahrung des „internationalen Rechts“ aufgerufen – ausgerechnet er, der das sonst für verzichtbar hält. Von Venezuela oder Iran sprach er allerdings nicht. Putin schweigt aus Schwäche, das ist der eine Schluss aus der schlaffen Reaktion auf die US-Intervention. Doch muss man auch wissen: Er spart seine Kräfte für andere Aufgaben als die Rettung fallender Diktatoren.