Wirtschaftspolitik: Trigema-Chefin Bonita Grupp kritisiert SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer

Trigema-Erbin Bonita Grupp ist CDU-Mitglied und wehrt sich gegen die Pläne der SPD zur Reform der Erbschaftsteuer.
Die SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer stoßen bei Unternehmern in Baden-Württemberg auf Ablehnung – auch bei Trigema-Chefin Bonita Grupp. In ihrer Kritik stimmt sie mit ihren CDU-Kollegen überein.
Mit den umstrittenen Reformplänen der SPD für die Erbschaftsteuer ist auch Trigema-Chefin Bonita Grupp absolut nicht einverstanden. „Den Nachfolgern die Planbarkeit einer Übernahme mit möglichen zusätzlichen Steuern zu erschweren, legt dem Mittelstand in der ohnehin schon schwierigen Situation Steine in den Weg“, kritisierte die Unternehmerin aus Burladingen (Zollernalbkreis), die auch CDU-Mitglied ist, im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.
Die Pläne der SPD
Die SPD will reiche Erben stärker besteuern – trotz deutlicher Ablehnung durch den eigenen Koalitionspartner CDU und Wirtschaftsverbände. Für Unternehmen soll es einen neuen Freibetrag von fünf Millionen Euro geben. Darunter liegende kleine und viele mittlere Unternehmen sollen steuerfrei übertragen werden können. Vermögenswerte über diesem Betrag sollen ab diesem Betrag progressiv besteuert werden, mit Stundungsmöglichkeiten von bis zu 20 Jahren. Geltende Verschonungsregeln will die SPD abschaffen.
Und Folgen für Trigema
Das hätte aus Sicht Grupps auch für Trigema Folgen: Das Geld sei zu einem großen Teil im Unternehmen gebunden, sagte sie den Zeitungen. „Wir können uns von unserer Färbemaschine oder der Produktionshalle, die hohe Beträge gekostet haben, nichts abknapsen.“