Wirtschaftslage in Deutschland: Statistisches Bundesamt meldet Rückgang c/o Unternehmensinsolvenzen

In Deutschland sind neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge weniger Unternehmen insolvent gegangen als zuletzt. Im November 2025 wurden demnach 1.794 Unternehmensinsolvenzen amtlich
registriert. Das ist der
niedrigste Monatswert im gesamten Jahresverlauf (+0,4 Prozent zum Oktober). Im Oktober hatte es noch einen Anstieg von fast fünf Prozent gegeben im Vergleich zum Vormonat. Von Januar bis November 2025 wurden zehn Prozent mehr Insolvenzen gemeldet als im Vorjahr (insgesamt rund 22.000 Firmen).

Die meisten Insolvenzen (bezogen auf 10.000 Unternehmen) gab es in den
Branchen Verkehr und Lagerei sowie im Baugewerbe. Im Schnitt war die wirtschaftliche Dimension der Insolvenzen aber deutlich kleiner als ein Jahr
zuvor. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich im November auf 1,5 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,8 Milliarden Euro. Es sind also zuletzt eher kleinere Unternehmen pleite gegangen.

Mehr als 60 Betriebsaufgaben ​pro Tag

Die Zahlen würden die schwierige Lage der
deutschen Wirtschaft aber bestätigen, sagte DIHK-Chefanalyst Volker Treier:
„Allein im November 2025 ‌mussten ⁠so viele Betriebe
insolvenzbedingt ihre Pforten schließen ​wie seit zehn Jahren
nicht mehr.“ Für das Gesamtjahr 2025 sei letztlich mit deutlich mehr als
23.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen: Das seien mehr als 60
Betriebsaufgaben ​pro Tag, so der Chefanalyst der Deutschen
Industrie- und Handelskammer (DIHK). Erste Trendauswertungen aus
der kommenden DIHK-Konjunkturumfrage zeigten, dass sich die
Wirtschaft auch weiterhin nur mühsam aus der Krise
herausarbeiten könne.

Bei den vorgelegten Zahlen des Statistikamtes ist zu
berücksichtigen, dass die Anträge erst ​nach der ersten
Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen.
Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen
Fällen rund drei Monate zurück.