„Wichtige Worte sagen sie nicht“: Trump äußert Unmut reichlich bisherige Iran-Gespräche

„Wichtige Worte sagen sie nicht“Trump äußert Unmut über bisherige Iran-Gespräche

27.02.2026, 22:15 Uhr

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Eine abschließende Entscheidung zum weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt, sagt US-Präsident Trump. (Foto: AFP)

Die Verhandlungen über das Atomprogramm des Iran laufen offenbar nicht im Sinne der USA. Die Gespräche sollen am Montag in Wien weitergehen. Doch Präsident Trump zeigt sich unzufrieden. Nun hängt ein möglicher militärischer Schlag der USA gegen das Mullah-Regime weiter in der Luft.

US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm geäußert. „Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten“, sagte Trump in Washington über die Iraner. „Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen.“ Der Iran habe bislang nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. „Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht“.

Zugleich äußerte Trump sich mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen: Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei – „aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen“, sagte er. Trump betonte, dass er das „stärkste Militär der Welt“ gerne nicht einsetzen wolle. Eine abschließende Entscheidung zum weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt.

Mitte des Monats hatte Trump noch eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei „so ziemlich das Maximum“.

Zuletzt hatten die USA und der Iran am Donnerstag miteinander verhandelt. Am Montag wollen sie erneut zusammenkommen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi sind „technische Gespräche“ in Wien geplant. In der österreichischen Hauptstadt ist die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Um den Druck auf den Iran zu erhöhen, hatten die USA in den vergangenen Wochen ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie Kriegsschiffe in die Region verlegt.

US-Vizepräsident JD Vance hatte am Donnerstag in einem Interview die Verwicklung der USA in einen jahrelangen Krieg – „ohne dass ein Ende in Sicht ist“ – ausgeschlossen. Die oppositionellen Demokraten im Kongress wollen in der kommenden Woche eine Iran-Entschließung einbringen. Damit wollen sie Trump verpflichten, mögliche Kriegsziele im Kongress darzulegen. Ob die Entschließung eine Mehrheit finden kann, ist unklar.

Quelle: ntv.de, gut/dpa/AFP

Source: n-tv.de