Wichtige Kraftwerke getroffen: Schwere Schäden in Kuwait durch iranischen Angriff
Wichtige Kraftwerke getroffenSchwere Schäden in Kuwait durch iranischen Angriff
05.04.2026, 08:38 Uhr

Entsalzungsanlagen spielen in Kuwait eine wichtige Rolle für die Trinkwasserversorgung. Bei einem iranischen Angriff werden nun zwei Kraftwerke mit solchen Anlagen schwerbeschädigt. Auch das Regierungsviertel in Kuwait-Stadt wird von Drohnen getroffen.
Bei iranischen Angriffen auf das Golfemirat Kuwait sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Kraftwerke mit angeschlossener Wasserentsalzungsanlage erheblich beschädigt worden. Die Anlagen seien „im Rahmen des abscheulichen iranischen Angriffs“ mit „feindlichen Drohnen“ angegriffen worden, es sei „erheblicher Sachschaden“ entstanden, erklärte das kuwaitische Elektrizitäts- und Wasserministerium. Menschen seien durch den Angriff nicht zu Schaden gekommen.
Zuvor hatte die kuwaitische Armee nächtliche Drohnen- und Raketenangriffe gemeldet. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um „auf die Bedrohung durch feindliche Raketen und Drohnen zu reagieren“, hatten die Streitkräfte erklärt.
Als besonders trockenes und wasserarmes Land ist Kuwait von Entsalzungsanlagen abhängig. Trinkwasser entsteht in Kuwait größtenteils aus dem energiehungrigen Prozess der Entsalzung. Schäden an den Anlagen können zudem schwere Folgen für die Umwelt haben. Die iranische Führung hatte den USA in der zweiten Woche des Krieges vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage im Iran angegriffen zu haben und kündigte „schwerwiegende Folgen“ an.
Dem kuwaitischen Finanzministerium zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff auf die Hauptstadt Kuwait-Stadt am Samstagabend ein Regierungskomplex „erheblich“ beschädigt. In dem Gebäude sind demnach mehrere Ministerien untergebracht. Die Angestellten leisteten ihre Arbeit aus dem Homeoffice, Besuche in dem Gebäudekomplex seien ausgesetzt. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar greift die iranische Armee US-Einrichtungen in der Golfregion sowie mehrere Golfstaaten an.
Source: n-tv.de