Weltwirtschaftsforum in Davos: Der Geist des Dialogs in Zeiten welcher Eskalation
In einer angespannten weltpolitischen Lage beginnt morgen im Schweizer Davos das fünftägige Weltwirtschaftsforum. Rund 3.000 Teilnehmer aus mehr als 130 Ländern werden erwartet, darunter etwa 65 Staats- und Regierungschefs sowie Hunderte Spitzenmanager. Das Forum mit dem Motto „A spirit of dialogue“ – auf Deutsch „im Geiste des Dialogs“ – fällt in eine Phase besonders angespannter transatlantischer Beziehungen. Erst gestern kündigte US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle gegen die europäischen Nato-Mitglieder an, die einer US-Übernahme Grönlands entgegenstehen. Diese sollen so lange bestehen, bis ein Abkommen über den Kauf von Grönland abgeschlossen ist. Neben wirtschaftlichen Fragen dürften deshalb auch geopolitische Konflikte in Grönland, aber auch in der Ukraine, dem Iran und Venezuela eine große Rolle spielen. Im Podcast ordnet Marlies Uken, stellvertretende Leiterin des Wirtschaftsressorts der ZEIT, ein, ob das Weltwirtschaftsforum mehr ist als ein Debattentreffen und wie Europa mit Trumps Zollandrohungen umgehen könnte.
Seit gut einem Jahr führt Machthaber Ahmed al-Scharaa Syrien, nachdem Langzeitdiktator Baschar al-Assad von Al-Scharaas Milizen gestürzt wurde. Und auch der neue Machthaber ist hochumstritten. Der frühere Dschihadist Al-Scharaa stand zeitweise auf einer US-Terrorliste, auf ihn war ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar ausgesetzt. Heute gibt er sich staatsmännisch und gemäßigt, wurde bereits im Weißen Haus empfangen und von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht. Menschenrechtsorganisationen werfen seiner Regierung jedoch Massaker an Alawiten, Drusen und Kurden vor. Zuletzt gab es erneut Kämpfe mit kurdischen Kräften in der nordsyrischen Stadt Aleppo, jetzt soll Al-Scharaa mit den SDF ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen haben. Kommt es hier zu einer erneuten Eskalation und wie glaubwürdig ist Al-Scharaas Wandel vom Gotteskrieger zum sich gemäßigt gebenden Präsidenten? Das ordnet Anna-Theresa Bachmann, die für die ZEIT in Syrien unterwegs ist, im Podcast ein.
Und sonst so? Krapfen mit Weißwurst und Senf
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Kai Schnier und Maximilian Renzikowski
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