Weihnachtsquartal: Richemont sendet positives Signal vom Luxusmarkt

Die Cartier-Mutter Richemont hat ein gutes Weihnachtsquartal hinter sich.

Es ist eine ermutigende Nachricht für den Luxusmarkt. Der Schweizer Konzern Richemont hat den Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal deutlich gesteigert und dabei die Markterwartungen übertroffen.

Im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) stieg der Umsatz um 4% auf 6,4 Mrd. Euro, teilte die Genfer Gruppe am Donnerstag mit. In Lokalwährungen legten die Verkäufe um 11% zu. Das ist ein höherer Zuwachs als im Rekord-Vorjahresquartal, als die Genfer plus 10% schafften. Analysten hatten beim organischen Wachstum im Durchschnitt lediglich einen Anstieg von 8,3% erwartet.

Das Schmuckgeschäft mit der Topmarke Cartier zeigte sich weiterhin stark (+14% zu konstanten Währungen), während das Uhrengeschäft mit Marken wie IWC ebenfalls anzog (+7%). Gewinnzahlen publiziert Richemont zum dritten Quartal nicht. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 gab der Luxusgüterkonzern wie üblich ebenfalls nicht.

Zweistelliges Plus in Amerika, Margendruck wegen hohem Goldpreis

Besonders dynamisch entwickelte sich Richemont in der Region Amerika, wo die Umsätze um 14% zulegten. Auch in der Region Asien-Pazifik konnte der Konzern um 6% zulegen. „Angesichts der ordentlichen Entwicklung in Amerika und anderen Regionen dürften sich die Ergebnisse positiv auf den gesamten Luxussektor auswirken“, urteilten die Analysten der Deutschen Bank.

Richemont gehört aktuell zu den Gewinnern auf dem Luxusmarkt. Die Gruppe, die von Johann Rupert geführt wird, profitiert in den aktuell unsicheren Zeiten von der nach wie vor starken Schmucknachfrage. Allerdings steht auch sie vor Herausforderungen. Ein Faktor ist der Goldpreis. Weil sich das Edelmetall sehr verteuert hat, stehen die Gewinnmargen unter Druck.