Wehrpflicht: Welcher Wehrdienst soll es denn sein?

Freiwillig oder klassisch? Darüber streiten CDU, CSU und SPD
in den Koalitionsverhandlungen. Einig sind sich die drei Parteien nur darin, dass
Deutschland künftig wieder einen Wehrdienst haben soll. Doch wie der aussehen soll,
ist strittig. Das zeigen nicht nur verschiedene Statements der
Verhandler, sondern auch das Dokument der Arbeitsgruppe 12 für Verteidigung,
Außen, Entwicklung, Menschenrechte aus den Koalitionsverhandlungen. 

In blauer Schrift hält die Union darin fest: „Die massive Bedrohungslage
gebietet eine glaubwürdige Abschreckung. Dazu ist ein konsequenter und rascher
Aufwuchs unserer Streitkräfte notwendig. Deswegen wird die Aussetzung der
Wehrpflicht beendet.“ In roter Schrift betonen hingegen die Sozialdemokraten: „Die
geopolitische Lage und die aktuellen Bedrohungen erfordern ein gesellschaftlich
resilientes und wehrhaftes Deutschland als Beitrag für eine glaubhafte
Abschreckung und erfolgreiche Verteidigung. Der neue Wehrdienst soll auf
Freiwilligkeit basieren.“