Washington: Kunstwerk zeigt Trump und Epstein in „Titanic”-Pose








Sein Verhältnis zu Jeffrey Epstein würde Donald Trump am liebsten aus der Öffentlichkeit heraushalten. Eine Skulptur in Washington erinnert daran – nicht zum ersten Mal.

Ein eigenes Denkmal in Washington, D.C., das klingt nach einer Idee, die Donald Trump gut gefallen könnte. Die Statue von ihm, die nun in der US-Hauptstadt aufgetaucht ist, dürfte dem Präsidenten jedoch eher ein Dorn im Auge sein.



An der National Mall, einer Prachtallee nur einige Gehminuten vom Weißen Haus entfernt, steht seit Dienstag eine Statue, die Trump zusammen mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zeigt. Beide ahmen die ikonische Pose von Jack (gespielt von Leonardo DiCaprio) und Rose (Kate Winslet) aus dem Film „Titanic” nach: Trump steht hinter Epstein auf einer Schiffsreling und hält ihn zärtlich fest, Epstein breitet die Arme aus.

Auf einer Plakette mit der Überschrift „Der König der Welt” steht: „Die tragische Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose basierte auf luxuriösen Reisen, ausschweifenden Partys und heimlichen Aktzeichnungen. Dieses Denkmal ehrt die Verbindung zwischen Donald Trump und Jeffrey Epstein, eine Freundschaft, die scheinbar auf luxuriösen Reisen, ausschweifenden Partys und heimlichen Aktzeichnungen beruhte.“ Um das Denkmal herum sind Flaggen mit Fotos, die Trump und Epstein gemeinsam zeigen, platziert.


Donald Trump soll enge Verbindung zu Epstein gehabt haben

Fast dreieinhalb Meter ist die Statue laut „Washington Post” groß, wer genau sie aufgestellt hat, ist unklar. Es handelt sich um eine Aktion von anonymen Künstlern der Aktivistengruppe „The Secret Handshake”, die schon zuvor mit Guerilla-Aktionen Installationen dieser Art in Washington aufgestellt hat.

Im September war ganz in der Nähe eine Skulptur aufgetaucht, die Trump Hand in Hand mit Epstein zeigte – darunter die Worte: „Best Friends Forever.“ An Epsteins Geburtstag im Januar stand dort die überdimensionale Nachbildung einer Geburtstagskarte, die Trump 2003 an Epstein geschickt hatte.




Der verurteilte pädophile Sexualstraftäter Epstein starb 2019 in Haft. Nach offiziellen Angaben soll er sich das Leben genommen haben. Akten, die das US-Justizministerium veröffentlicht hat, lassen eine enge Beziehung zwischen Epstein und Trump vermuten. Bislang wurde dem US-Präsidenten allerdings kein Fehlverhalten nachgewiesen. Trump behauptet, bereits vor Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 den Kontakt abgebrochen zu haben.  

epp

Source: stern.de