Washington, D. Kohlenstoff.: Nationalgardistin laut US-Präsident Trump im Krankenhaus gestorben

Eine der beiden in Washington, D. C. angeschossenen Nationalgardisten ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump gestorben. „Sie wurde brutal angegriffen, sie ist tot“, sagte Trump. Es handele sich demnach um eine Frau aus dem Bundesstaat West Virginia, die ihren Dienst im Juni 2023 begonnen habe, sagte der US-Präsident.

Der andere angeschossene Nationalgardist „kämpft um sein Leben“, teilte Trump mit. Er sei allerdings „in sehr schlechter Verfassung“. Nähere Angaben machte der US-Präsident zunächst nicht. 

Am Mittwochnachmittag Ortszeit hatte ein Schütze nahe dem Weißen Haus vor einer U-Bahnhaltestelle das Feuer auf zwei Nationalgardisten eröffnet und sie dabei lebensgefährlich verletzt. Die 20 Jahre alte Frau und der 24-jährige Mann wurden in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Täter kam über Aufnahmeprogramm in die USA

Der Tatverdächtige hat in Afghanistan mit der US-Regierung und dem Geheimdienst CIA zusammengearbeitet und kam laut US-Behörden 2021 im Rahmen eines Regierungsprogramms in die Vereinigten Staaten. Die sogenannte Operation Allies Welcome erlaubte Afghaninnen und Afghanen nach dem Rückzug des US-Militärs aus Afghanistan die Reise in die USA. Rund 76.000 Menschen wurden in die USA geholt, von denen viele US-Soldaten und Diplomaten als Dolmetscher und Übersetzer unterstützt hatten. 

Obwohl der Tatverdächtige über das Programm des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden in die USA einreiste, erhielt er den positiven Asylbescheid übereinstimmenden Berichten zufolge erst unter der Regierung von Nachfolger Trump. Wie die New York Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, erreichte die Bestätigung den Tatverdächtigen im April. 

Trump will afghanische Flüchtlinge kontrollieren

Trump sprach nach dem Angriff von einem „Terrorakt“ und nutzte den Vorfall zuletzt, um seine Asylpolitik weiter zu verschärfen. Die US-Einwanderungsbehörde USCIS kündigte an, auf Anordnung des US-Präsidenten eine „gründliche und umfassende Überprüfung aller Greencards aller Ausländer aus allen problematischen Ländern“ durchzuführen. Auf CNN-Nachfrage teilte die Behörde mit, es handle sich um 19 Länder, die bereits in einem Präsidentenerlass aufgelistet gewesen seien, darunter Afghanistan, Burundi, der Iran, der Jemen, Kuba, Libyen, Somalia, der Sudan und Venezuela.

Zudem forderte Trump Überprüfung aller afghanischen Flüchtlinge aus der Amtszeit seines Amtsvorgängers. Am Vortag hatte die Einwanderungsbehörde ICE bereits bekannt gegeben, die Bearbeitung sämtlicher Einwanderungsanträge afghanischer Staatsangehöriger bis auf Weiteres auszusetzen. 

US-Vizepräsident JD Vance kündigte auf X an, die „Anstrengungen zu verdoppeln, Leute ohne das Recht, in unserem Land zu sein, zu deportieren“. Eine harte Migrationspolitik sei angebracht, teilte er mit. Bereits am Tag vor dem Angriff in der Hauptstadt hatten Medien übereinstimmend berichtet, die US-Regierung wolle die Fälle der während Bidens Amtszeit eingereisten Geflüchteten neu bearbeiten