Wahl in Ungarn: US-Demokraten willkommen heißen Wahlniederlage Viktor Orbáns



Website der Wahlbehörde sind erste Auszählungsergebnisse zu sehen. Demnach liegt die Oppositionspartei Tisza – genau wie in den letzten Umfragen – vorn. Die Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, schließlich sind erst 29,2 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt

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Letzte Umfragen sehen Opposition deutlich vorn

Zwei nach der Schließung der Wahllokale veröffentlichte Umfragen, die allerdings schon vor dem Wahltag durchgeführt wurden, sehen die Tisza-Partei von Péter Magyar vorn. Das Meinungsforschungsinstitut 21KK sieht Tisza in der letzten Umfrage bei 55 Prozent und damit 132 Sitzen im Parlament, Orbáns Fidesz bei 38 Prozent. Als dritte Partei würde demnach die rechtsextreme Partei Unsere Heimat (Mi Hazank) mit fünf Prozent der Stimmen den Einzug ins Parlament schaffen.

In einer Umfrage von Median kommt Tisza auf 135 Parlamentssitze. Prognosen oder Hochrechnungen sind das nicht, die Umfragen sind daher nur bedingt aussagekräftig. 

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Die Auszählung läuft

Bei der Ungarnwahl werden derzeit die Stimmen ausgezählt. Erste belastbare Teilergebnisse lassen noch auf sich warten. Bislang ist erst ein Bruchteil der Stimmen ausgezählt worden. Die Wahlkommission aktualisiert den Status laufend auf ihrer Webseite.

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Das Wahlsystem in Ungarn

Bislang sind knapp 30 Prozent der Stimmen ausgezählt. Noch ist alles offen. Das ungarische Wahlsystem ist sehr komplex – und damit auch der Prozess der Auszählung. In den vergangenen 16 Jahren hat die Regierung von Viktor Orbán es so umgebaut, dass die Fidesz-Partei unverhältnismäßige Vorteile genießt.

106 der 199 Mandate werden in Einzelwahlkreisen vergeben. Das Mandat gewinnt der Kandidat, der die relativ meisten Stimmen hat. Die Wahlkreise sind so zugeschnitten, dass größere Städte auf mehrere Kreise aufgeteilt sind, denen ländliche Gebiete zugeschlagen sind. Dort verfügt Fidesz in der Regel über eine starke Wählerbasis. Die restlichen 93 Sitze werden über nationale Landeslisten vergeben.

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Magyar kann auf Zweidrittelmehrheit hoffen

Mittlerweile sind laut offizieller Website der Wahlbehörde 45,71 Prozent der Stimmen ausgezählt, weiterhin liegt Tisza mit Spitzenkandidat Magyar deutlich vorne. Nach aktuellem Stand kann dieser sogar auf eine Zweidrittelmehrheit hoffen. Dafür benötigt Tisza mindestens 133 der 199 Sitze im Parlament, nach derzeitigem Stand kommt die Partei auf 135 Sitze. Mehr als die Hälfte der Stimmen ist aber noch nicht ausgezählt. 

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Zwei Drittel der Stimmen ausgezählt

Rund zweieinhalb Stunden nach Schließung der Wahllokale sind 66,69 Prozent der Stimmen ausgezählt. In den 106 Einzelwahlkreisen wurden inzwischen knapp dreiviertel der Stimmen ausgewertet.

Jeder Wahlkreis hält ein Mandat. Bei den Landeslisten, die 93 Sitze im Parlament ergeben, wurden bislang 55 Prozent ausgezählt.

Nach den bisherigen Teilergebnissen kommt die Oppositionspartei Tisza derzeit insgesamt auf 137 Sitze. Die genaue Sitzverteilung kann sich in der weiteren Auszählung aber noch ändern.

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Begeisterung wie bei einem Fußballspiel

Je später der Abend, desto voller wird der Platz. Mit jedem neuen Schwung Menschen wird die Stimmung leichter. Viele Jugendliche kommen mit Bierdosen, manche sitzen auf dem Boden und picknicken. Es wird gejubelt, getrunken, Sekt geht herum, gemischt mit Orangensaft. Aus einer angespannten Wahlkundgebung wird eine Feier.

Als Viktor Orbán seine Niederlage anerkennt und seine Worte über den Bildschirm flimmern, jubeln Tausende Menschen. Die Begeisterung hat Public Viewing eines Fußballturniers. Nur läuft kein Spiel, sondern Politik. Und auf der Anzeigetafel führt Tisza.

Wenn neue Umfragewerte eingeblendet werden und Péter Magyar auf dem Bildschirm erscheint, schwappt der Jubel über den Platz. "Die Theiß tritt über ihr Ufer“, ruft die Menge. Tauchen Fidesz-Politiker oder Orbán im Stream auf, schlägt der Ton sofort um. Die Menge gröhlt, buht. Viele skandieren: "Ins Gefängnis mit euch!"

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Magyar: Orbán hat uns zum Sieg gratuliert 

Nach Angaben von Tisza-Spitzenkandidat Péter Magyar hat Viktor Orbán der Opposition telefonisch zum Sieg gratuliert. Das schrieb Magyar auf Facebook.

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Macron gratuliert, von der Leyen jubelt

Péter Magyar hat von europäischen Spitzenpolitikern erste Gratulationen erhalten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe ihm schon am Telefon gratuliert, sagte Magyar. 

Auch Macron meldete sich auf X zu Wort und bestätigte das Telefonat mit Magyar. Frankreich begrüße "diesen Sieg der demokratischen Teilhabe", schrieb er. "Lassen Sie uns gemeinsam ein souveräneres Europa vorantreiben."

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich bei X erfreut über den sich abzeichnenden Sieg von Magyar. "Ein Land kehrt auf seinen europäischen Weg zurück", schrieb von der Leyen. "Die Union wird stärker."

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Hungary has chosen Europe.

Europe has always chosen Hungary.

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Magyarország Európát választotta. Európa mindig Magyarországot választotta.

Együtt erősebbek vagyunk.

Egy ország visszatér az európai útjára.

Az…

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Hier können Sie weitere Reaktionen nachlesen: 

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Kanzler Merz gratuliert Magyar zum Sieg

In einem Post auf X hat Bundeskanzler Friedrich Merz ebenfalls Péter Magyar gratuliert. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres und vor allem geeintes Europa", schrieb der CDU-Politiker.

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Ungarn hat entschieden. Herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Wahl, lieber @magyarpeterMP. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres und vor allem geeintes Europa.

— Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) April 12, 2026

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Starmer spricht von historischem Moment

Der britische Premierminister Keir Starmer hat Péter Magyar zu seinem Wahlsieg gratuliert. Dies sei ein historischer Moment, schrieb Starmer auf X, "nicht nur für Ungarn, sondern für die europäische Demokratie". Er freue sich auf die Zusammenarbeit.

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Grünenchefin sieht "Aufbruchsignal"

Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Grünen, spricht von einem "Aufbruchssignal für Ungarn und ganz Europa". Die Demokratie lebe und mit ihr die Chance auf ein geeinteres, freieres Europa, schrieb Brantner auf X. Kanzler Merz "muss diesen Moment ergreifen und wie einst Adenauer eine neue europäische Ära mutig gestalten", schrieb Brantner. 

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Tisza-Vorsprung bleibt stabil

Nach mittlerweile 81,49 Prozent ausgezählten Stimmen ist der Vorsprung von Tisza nach wie vor groß. Spannend bleibt die Frage, ob sich Magyar die Zweidrittelmehrheit sichern kann, die er für Verfassungsänderungen bräuchte. 133 von 199 Sitzen entsprächen dieser Mehrheit, derzeit sieht die Wahlbehörde Tisza bei 137 Sitzen.

In der Hauptstadt Budapest deutet alles auf einen überdeutlichen Sieg der Opposition hin. In allen 16 Budapester Wahlbezirken führen die Tisza-Kandidatinnen und –Kandidaten.

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Magyar hält Rede vor Anhängern

Unter lautem Jubel ist Wahlsieger Péter Magyar vor Anhängern auf eine Bühne am Batthyány-Platz in Budapest getreten. "Wir haben das Orbán-System gemeinsam gestürzt, wir haben Ungarn befreit", sagte er. Noch nie in der Geschichte des Landes habe eine Partei solch ein starkes Mandat erhalten. Alles deute darauf hin, dass man die Zweidrittelmehrheit erreiche. Er dankte seinen Wählern, seiner Familie und allen Unterstützern.

Ungarn habe Geschichte geschrieben und sich für Europa entschieden, sagte er. Magyar versprach, dass die Tisza-Regierung für alle Ungarn da sein wolle, nicht nur für ihre Wähler. 

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Skandinavische und baltische Staaten gratulieren Magyar

Die Regierungschefs von Finnland und Norwegen haben den Wahlsieg von Péter Magyar begrüßt, auch aus Estland und Litauen kommen Glückwünsche. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre gratulierte Magyar und seiner Partei Tisza auf X. Das Ergebnis habe große Bedeutung für Europa, schrieb er.

"In demokratischen Wahlen hat das ungarische Volk seinen starken Willen bekundet, ein aktives Mitglied der Europäischen Union und der Nato zu sein", schrieb der finnische Regierungschef Petteri Orpo auf der Plattform. Mit dem Wahlergebnis könne Ungarn "in unsere Werte- und Sicherheitsgemeinschaft zurückkehren".

Der litauische Präsident Gitanas Nausėda sprach von einem "großen Sieg für Europa". Estlands Ministerpräsident gratulierte Magyar ebenso. Mit ihrer Wahl hätten die Ungarn "Kräfte abgelehnt, die ihre Interessen ignorieren".

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Österreichs Kanzler sieht proeuropäische Zukunft Ungarns

Der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker hat Magyar Glückwünsche zu einem "beeindruckenden Sieg" ausgesprochen. Mit überwältigender Mehrheit hätten die Ungarinnen und Ungarn das "destruktive Gegeneinander abgewählt und sich für eine proeuropäische Zukunft entschieden", schrieb der ÖVP-Politiker auf X. Als Nachbar und Parteifreund in der Europäischen Volkspartei (EVP) freue er sich auf die Zusammenarbeit.

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Selenskyj begrüßt Wahlsieg von Magyar

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Magyar und seiner proeuropäischen Tisza-Partei gratuliert. Es sei wichtig, dass sich konstruktive Ansätze durchsetzen. "Die Ukraine hat stets nach guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu allen in Europa gestrebt, und wir sind bereit, unsere Zusammenarbeit mit Ungarn voranzutreiben", schrieb Selenskyj.

Innerhalb der EU galt Ungarn unter Orbán bislang als engster Verbündeter Russlands. Mit seinem Vetorecht blockierte Ungarn zuletzt ⁠einen EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden ​Euro für die Ukraine.

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Meloni dankt Orbán und gratuliert Magyar

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat Viktor Orbán nach dessen Abwahl für die intensive Zusammenarbeit gedankt. Sie sei sich sicher, dass Orbán seinem Land aus der Opposition weiter dienen werde, schrieb sie auf X. Péter Magyar gratulierte Meloni zu einem klaren Wahlsieg. Beide Länder werden ihrer Überzeugung nach weiter konstruktiv zusammenarbeiten.

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Magyar fordert Staatspräsidenten zum Rücktritt auf

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Bei seiner Siegesrede in Budapest hat Péter Magyar Vertraute des bisherigen Machthabers Viktor Orbán kritisiert. Staatspräsident Tamás Sulyok solle ihm schnellstmöglich das Mandat zur Regierungsbildung geben und dann von seinem Amt zurücktreten, sagte er unter dem Jubel seiner Anhänger.

Zurücktreten sollten demnach unter anderem auch der Generalstaatsanwalt, der Präsident des Obersten Gerichtshofs und der Leiter der Medienaufsichtsbehörde. Die Institutionen Ungarns seien in den vergangenen Jahren besetzt gewesen, das sei nun vorbei. Man werde nicht zulassen, dass so etwas noch mal passiere. 

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Donald Tusk zeigt sich erfreut über Wahlergebnis

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat den Wahlsieg von Péter Magyar mit wenigen Worten, aber großer Euphorie kommentiert. Dabei verwies er auf die Verbindung von Ungarn, Polen und Europa. "Wieder vereint! Ein glorreicher Sieg, liebe Freunde!", schrieb Tusk auf X. "Ruszkik haza!", fügte er auf Ungarisch hinzu – auf Deutsch: "Russen, geht nach Hause!"

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Hungary 🇭🇺 Poland 🇵🇱 Europe 🇪🇺
Back together! Glorious victory, dear friends! Ruszkik haza!

— Donald Tusk (@donaldtusk) April 12, 2026

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Wahlbehörde bestätigt 138 Sitze für Magyars Tisza-Partei

Nach Auszählung von mehr als 97 Prozent der Stimmen hat sich die konservative Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar die wichtige Zweidrittelmehrheit gesichert. Die Oppositionspartei erhält 138 Mandate im 199 Sitze zählenden Parlament in Budapest, wie die Wahlbehörde des Landes in der Nacht bestätigte.

Die Fidesz-Partei des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orbán erhält demnach 55 Parlamentssitze. Für Magyars Partei stimmten 53,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler, während 37,8 Prozent für Orbáns Fidesz stimmten. Die rechtstextreme Mi Hazánk (Unsere-Heimat-Bewegung) sicherte sich laut Wahlbehörde sechs Sitze im neuen Parlament.

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Es gibt noch ein anderes Ungarn 

In Ungarns Hauptstadt herrschte nach der Parlamentswahl eine Euphorie, wie man sie sonst nur von Festivals, von Konzerten kennt. Viele Budapesterinnen und Budapester waren zunächst nervös, als sie auf dem Batthyány-Platz ankamen. Sie wussten nicht, was der Abend bringen würde. Doch sie riefen: Die Theiß, ungarisch Tisza, tritt über die Ufer. Die Tisza ist ein Nebenfluss der Donau, und so heißt auch die Partei des Wahlsiegers Péter Magyar, der die Zweidrittelmehrheit bekam. Er kündigte an, er wolle Ungarn von all dem Schmerz der letzten Jahre heilen.

Mehr zum gestrigen Wahlabend lesen Sie hier:

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US-Demokraten begrüßen Niederlage von Trumps Verbündetem Orbán

Die US-Demokraten haben am Sonntag die Niederlage des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán begrüßt. Die Verbündeten von Präsident Donald Trump und dessen republikanische Parteikollegen zeigten eher gemischte Reaktionen auf die Niederlage des von Trump unterstützten Politikers. Trump hatte letzte Woche sogar kurz bei einer Wahlkampfveranstaltung Orbáns in Ungarn gesprochen. Sein Vizepräsident JD Vance war dort aufgetreten und schaltete dabei Trump telefonisch zu.

Einige Demokraten beschrieben Orbáns Niederlage als Vorboten dessen, was bei den Zwischenwahlen im November in den Vereinigten Staaten bevorstehe. "Pass gut auf, Donald Trump. Möchtegerndiktatoren verschleppen ihre Willkommensphase“, sagte der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer.

Der republikanische US-Senator Roger Wicker sah in dem ungarischen Wahlergebnis eine Abkehr von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, zu dem Orbán über die Jahre hinweg Beziehungen gepflegt hatte. Trump selbst erwähnte die ungarischen Wahlen am Sonntag nicht, obwohl er sich in Social-Media-Beiträgen, einem Fernsehinterview und einem kurzen Treffen mit Reportern zu verschiedenen Themen äußerte.

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Slowakei zu Zusammenarbeit mit Magyar bereit, sagt Ministerpräsident Fico

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat sich beim scheidenden ungarischen Regierungschef Viktor Orbán bedankt. Fico gratulierte auch dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar nach den gewonnenen Wahlen. Fico war ein wichtiger Verbündeter des abgewählten Orbán.
 
Die Slowakei sei bereit für eine intensive Zusammenarbeit, sagte Fico. Gemeinsame Maßnahmen zum Schutz der Energieinteressen sollen weiterhin ein Ziel bleiben, sagte er weiter. 

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Barack Obama feiert "Sieg für Demokratie weltweit" 

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama sieht in der Ungarnwahl eine internationale Stärkung der Demokratie. Vor allem sei der Wahlsieg Péter Magyars ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Menschen in Ungarn, schrieb der demokratische Politiker auf der Plattform X. 

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Zudem erinnerte Obama an wichtige Werte des Zusammenlebens: Die Ungarnwahl sei eine "Mahnung an uns alle, uns weiterhin für Gerechtigkeit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen", schrieb er.

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The victory of the opposition in Hungary yesterday, like the Polish election in 2023, is a victory for democracy, not just in Europe but around the world. Most of all, it’s a testament to the resilience and determination of the Hungarian people – and a reminder to all of us to…

— Barack Obama (@BarackObama) April 13, 2026

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Vor allem sei der Wahlsieg Péter Magyars ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Menschen in Ungarn, schrieb der demokratische Politiker auf der Plattform X. ","video":[]}"}“>

Konstantin Zimmermann
Konstantin Zimmermann

Barack Obama feiert „Sieg für Demokratie weltweit“ 

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama sieht in der Ungarnwahl eine internationale Stärkung der Demokratie. Vor allem sei der Wahlsieg Péter Magyars ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Menschen in Ungarn, schrieb der demokratische Politiker auf der Plattform X. 
„Der Sieg der Opposition in Ungarn gestern ist – wie auch die Wahl in Polen 2023 – ein Sieg für die Demokratie, nicht nur in Europa, sondern weltweit.“
Zudem erinnerte Obama an wichtige Werte des Zusammenlebens: Die Ungarnwahl sei eine „Mahnung an uns alle, uns weiterhin für Gerechtigkeit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen“, schrieb er.

Annika Benzing
Annika Benzing

Slowakei zu Zusammenarbeit mit Magyar bereit, sagt Ministerpräsident Fico

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat sich beim scheidenden ungarischen Regierungschef Viktor Orbán bedankt. Fico gratulierte auch dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar nach den gewonnenen Wahlen. Fico war ein wichtiger Verbündeter des abgewählten Orbán.
 
Die Slowakei sei bereit für eine intensive Zusammenarbeit, sagte Fico. Gemeinsame Maßnahmen zum Schutz der Energieinteressen sollen weiterhin ein Ziel bleiben, sagte er weiter. 

Annika Benzing
Annika Benzing

US-Demokraten begrüßen Niederlage von Trumps Verbündetem Orbán

Die US-Demokraten haben am Sonntag die Niederlage des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán begrüßt. Die Verbündeten von Präsident Donald Trump und dessen republikanische Parteikollegen zeigten eher gemischte Reaktionen auf die Niederlage des von Trump unterstützten Politikers. Trump hatte letzte Woche sogar kurz bei einer Wahlkampfveranstaltung Orbáns in Ungarn gesprochen. Sein Vizepräsident JD Vance war dort aufgetreten und schaltete dabei Trump telefonisch zu.

Einige Demokraten beschrieben Orbáns Niederlage als Vorboten dessen, was bei den Zwischenwahlen im November in den Vereinigten Staaten bevorstehe. „Pass gut auf, Donald Trump. Möchtegerndiktatoren verschleppen ihre Willkommensphase“, sagte der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer.

Der republikanische US-Senator Roger Wicker sah in dem ungarischen Wahlergebnis eine Abkehr von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, zu dem Orbán über die Jahre hinweg Beziehungen gepflegt hatte. Trump selbst erwähnte die ungarischen Wahlen am Sonntag nicht, obwohl er sich in Social-Media-Beiträgen, einem Fernsehinterview und einem kurzen Treffen mit Reportern zu verschiedenen Themen äußerte.

Annika Benzing
Annika Benzing

Es gibt noch ein anderes Ungarn 

In Ungarns Hauptstadt herrschte nach der Parlamentswahl eine Euphorie, wie man sie sonst nur von Festivals, von Konzerten kennt. Viele Budapesterinnen und Budapester waren zunächst nervös, als sie auf dem Batthyány-Platz ankamen. Sie wussten nicht, was der Abend bringen würde. Doch sie riefen: Die Theiß, ungarisch Tisza, tritt über die Ufer. Die Tisza ist ein Nebenfluss der Donau, und so heißt auch die Partei des Wahlsiegers Péter Magyar, der die Zweidrittelmehrheit bekam. Er kündigte an, er wolle Ungarn von all dem Schmerz der letzten Jahre heilen.

Mehr zum gestrigen Wahlabend lesen Sie hier:

Julica Jungehülsing
Julica Jungehülsing

Wahlbehörde bestätigt 138 Sitze für Magyars Tisza-Partei

Nach Auszählung von mehr als 97 Prozent der Stimmen hat sich die konservative Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar die wichtige Zweidrittelmehrheit gesichert. Die Oppositionspartei erhält 138 Mandate im 199 Sitze zählenden Parlament in Budapest, wie die Wahlbehörde des Landes in der Nacht bestätigte.

Die Fidesz-Partei des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orbán erhält demnach 55 Parlamentssitze. Für Magyars Partei stimmten 53,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler, während 37,8 Prozent für Orbáns Fidesz stimmten. Die rechtstextreme Mi Hazánk (Unsere-Heimat-Bewegung) sicherte sich laut Wahlbehörde sechs Sitze im neuen Parlament.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Donald Tusk zeigt sich erfreut über Wahlergebnis

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat den Wahlsieg von Péter Magyar mit wenigen Worten, aber großer Euphorie kommentiert. Dabei verwies er auf die Verbindung von Ungarn, Polen und Europa. „Wieder vereint! Ein glorreicher Sieg, liebe Freunde!“, schrieb Tusk auf X. „Ruszkik haza!“, fügte er auf Ungarisch hinzu – auf Deutsch: „Russen, geht nach Hause!“

Yannick von Eisenhart Rothe
Yannick von Eisenhart Rothe

Magyar fordert Staatspräsidenten zum Rücktritt auf

Péter Magyar feiert seinen Sieg bei der Parlamentswahl.
Péter Magyar feiert seinen Sieg bei der Parlamentswahl. REUTERS/Leonhard Foeger
Bei seiner Siegesrede in Budapest hat Péter Magyar Vertraute des bisherigen Machthabers Viktor Orbán kritisiert. Staatspräsident Tamás Sulyok solle ihm schnellstmöglich das Mandat zur Regierungsbildung geben und dann von seinem Amt zurücktreten, sagte er unter dem Jubel seiner Anhänger.

Zurücktreten sollten demnach unter anderem auch der Generalstaatsanwalt, der Präsident des Obersten Gerichtshofs und der Leiter der Medienaufsichtsbehörde. Die Institutionen Ungarns seien in den vergangenen Jahren besetzt gewesen, das sei nun vorbei. Man werde nicht zulassen, dass so etwas noch mal passiere. 

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Meloni dankt Orbán und gratuliert Magyar

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat Viktor Orbán nach dessen Abwahl für die intensive Zusammenarbeit gedankt. Sie sei sich sicher, dass Orbán seinem Land aus der Opposition weiter dienen werde, schrieb sie auf X. Péter Magyar gratulierte Meloni zu einem klaren Wahlsieg. Beide Länder werden ihrer Überzeugung nach weiter konstruktiv zusammenarbeiten.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Selenskyj begrüßt Wahlsieg von Magyar

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Magyar und seiner proeuropäischen Tisza-Partei gratuliert. Es sei wichtig, dass sich konstruktive Ansätze durchsetzen. „Die Ukraine hat stets nach guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu allen in Europa gestrebt, und wir sind bereit, unsere Zusammenarbeit mit Ungarn voranzutreiben„, schrieb Selenskyj.

Innerhalb der EU galt Ungarn unter Orbán bislang als engster Verbündeter Russlands. Mit seinem Vetorecht blockierte Ungarn zuletzt ⁠einen EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden ​Euro für die Ukraine.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Österreichs Kanzler sieht proeuropäische Zukunft Ungarns

Der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker hat Magyar Glückwünsche zu einem „beeindruckenden Sieg“ ausgesprochen. Mit überwältigender Mehrheit hätten die Ungarinnen und Ungarn das „destruktive Gegeneinander abgewählt und sich für eine proeuropäische Zukunft entschieden„, schrieb der ÖVP-Politiker auf X. Als Nachbar und Parteifreund in der Europäischen Volkspartei (EVP) freue er sich auf die Zusammenarbeit.

Yannick von Eisenhart Rothe
Yannick von Eisenhart Rothe

Magyar hält Rede vor Anhängern

Unter lautem Jubel ist Wahlsieger Péter Magyar vor Anhängern auf eine Bühne am Batthyány-Platz in Budapest getreten. „Wir haben das Orbán-System gemeinsam gestürzt, wir haben Ungarn befreit“, sagte er. Noch nie in der Geschichte des Landes habe eine Partei solch ein starkes Mandat erhalten. Alles deute darauf hin, dass man die Zweidrittelmehrheit erreiche. Er dankte seinen Wählern, seiner Familie und allen Unterstützern.

Ungarn habe Geschichte geschrieben und sich für Europa entschieden, sagte er. Magyar versprach, dass die Tisza-Regierung für alle Ungarn da sein wolle, nicht nur für ihre Wähler. 

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Skandinavische und baltische Staaten gratulieren Magyar

Die Regierungschefs von Finnland und Norwegen haben den Wahlsieg von Péter Magyar begrüßt, auch aus Estland und Litauen kommen Glückwünsche. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre gratulierte Magyar und seiner Partei Tisza auf X. Das Ergebnis habe große Bedeutung für Europa, schrieb er.

„In demokratischen Wahlen hat das ungarische Volk seinen starken Willen bekundet, ein aktives Mitglied der Europäischen Union und der Nato zu sein“, schrieb der finnische Regierungschef Petteri Orpo auf der Plattform. Mit dem Wahlergebnis könne Ungarn „in unsere Werte- und Sicherheitsgemeinschaft zurückkehren„.

Der litauische Präsident Gitanas Nausėda sprach von einem „großen Sieg für Europa“. Estlands Ministerpräsident gratulierte Magyar ebenso. Mit ihrer Wahl hätten die Ungarn „Kräfte abgelehnt, die ihre Interessen ignorieren“.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Starmer spricht von historischem Moment

Der britische Premierminister Keir Starmer hat Péter Magyar zu seinem Wahlsieg gratuliert. Dies sei ein historischer Moment, schrieb Starmer auf X, „nicht nur für Ungarn, sondern für die europäische Demokratie„. Er freue sich auf die Zusammenarbeit.

Yannick von Eisenhart Rothe
Yannick von Eisenhart Rothe

Tisza-Vorsprung bleibt stabil

Nach mittlerweile 81,49 Prozent ausgezählten Stimmen ist der Vorsprung von Tisza nach wie vor groß. Spannend bleibt die Frage, ob sich Magyar die Zweidrittelmehrheit sichern kann, die er für Verfassungsänderungen bräuchte. 133 von 199 Sitzen entsprächen dieser Mehrheit, derzeit sieht die Wahlbehörde Tisza bei 137 Sitzen.

In der Hauptstadt Budapest deutet alles auf einen überdeutlichen Sieg der Opposition hin. In allen 16 Budapester Wahlbezirken führen die Tisza-Kandidatinnen und –Kandidaten.

Yannick von Eisenhart Rothe
Yannick von Eisenhart Rothe

Grünenchefin sieht „Aufbruchsignal“

Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Grünen, spricht von einem „Aufbruchssignal für Ungarn und ganz Europa“. Die Demokratie lebe und mit ihr die Chance auf ein geeinteres, freieres Europa, schrieb Brantner auf X. Kanzler Merz „muss diesen Moment ergreifen und wie einst Adenauer eine neue europäische Ära mutig gestalten“, schrieb Brantner. 
Franziska Brantner ist eine von zwei Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen.
Franziska Brantner ist eine von zwei Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen. Bernd von Jutrczenka/dpa