Wahl in Ungarn: Auszählung in Ungarn läuft – Warten uff erste Teilergebnisse
Die Auszählung läuft
Angespannte Stimmung in Budapest
„Árad a Tisza“
Magyar gibt sich optimistisch
Jubel bei Magyar-Auftritt in Budapest
Orbáns Stabschef führt Wahlbeteiligung auf Mobilisierung von Fidesz zurück
„Wir sind aufgeregt, aber auch nervös“
„Wir sind aufgeregt, aber auch nervös“, sagt Noémi. Die 37-Jährige lebt in Budapest, arbeitet im Finanzbereich und ist mit einer Freundin hergekommen. „Tisza wird gewinnen.“ Sie hofft sogar auf eine Zweidrittelmehrheit für Tisza. „Ich will Veränderung. Ich bin es leid mit Fidesz und Orbán. Ich mag die Korruption nicht, den Zustand unseres Landes, ihre Ideologie.“ Und: „Es ist nicht gut, wenn jemand 16 Jahre so viel Macht hat, egal. Wir wollen einen Wandel und ich hoffe, dass wir ihn heute erleben.„
Als im Stream ein Fidesz-Politiker erscheint, buht die Menge, viele rufen: „Dreckige Fidesz.“
Letzte Umfragen sehen Opposition deutlich vorn
In einer Umfrage von Median kommt Tisza auf 135 Parlamentssitze. Prognosen oder Hochrechnungen sind das nicht, die Umfragen sind daher nur bedingt aussagekräftig.
Unterschiedliche Regelungen für Ungarn im Ausland
Die ungarischen Minderheiten in den Nachbarländern dürfen per Briefwahl wählen. Allein in Rumänien sind 300.000 Ungarn registriert, angesichts der nationalistischen Rhetorik von Orbán unterstützen sie eher die Regierungspartei Fidesz. In Westeuropa arbeitende Ungarn, denen mehrheitlich eine eher Orbán-kritische Haltung unterstellt wird, dürfen dagegen nicht per Briefwahl wählen. Die 200.000 Ungarn in Deutschland müssen demnach ihre Stimmen in den Konsulaten, der Botschaft oder bei einem Heimaturlaub in Ungarn abgeben. Das erschwert die Wahlteilnahme.
Steigt die Wahlbeteiligung noch auf über 80 Prozent?
In einigen Regionen sind die 80 Prozent bereits geknackt. In Budapest haben 80,96 Prozent ihre Stimme abgegeben, in den westlichen Regionen Györ-Moson-Sopron (81,95 Prozent) und Vas (81,56 Prozent) liegt die Beteiligung sogar noch höher.
Die Wahllokale sind geschlossen
Wer ist Péter Magyar?
Zwei Jahre später ist Magyar der gefährlichste Gegner des ungarischen Ministerpräsidenten – vielleicht auch deshalb, weil sie sich als ehemalige Parteigenossen in manchen Punkten gar nicht so uneinig sind, wie mein ZEIT-Kollege Ulrich Ladurner schreibt. Anders sieht das aber zum Beispiel beim Verhältnis zur Europäischen Union aus.
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Orbán will Wahlergebnis nach eigenen Angaben anerkennen
Trotz eines Vorsprungs für die Oppositionspartei Tisza in den Umfragen von sieben bis neun Prozentpunkten, gilt der Ausgang als offen. Dies liegt unter anderem an einem von Orbáns Fidesz-Partei geänderten Wahlrecht. Es begünstigt ländliche Wahlkreise, in denen Fidesz traditionell stark ist, gegenüber den Städten. Experten zufolge benötigt die Opposition daher landesweit einen Vorsprung von mindestens fünf bis sieben Prozentpunkten, um eine parlamentarische Mehrheit zu erringen.
Der Endspurt läuft
Das Ende von Orbán?
Der Opposition um seinen Herausforderer Péter Magyar von der Mitte-rechts-Partei Tisza werden den Umfragen nach zum ersten Mal große Chancen zugerechnet. Wer ist Magyar? Wieso steht Orbán diesmal so schlecht dar? Alles Wichtige zur Wahl in Ungarn haben meine Kollegen Anna-Lena Schlitt, Konstantin Zimmermann und Claudia Thaler für Sie zusammengefasst.
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