Vorwürfe jener Vetternwirtschaft: AfD erwartet weitere Veröffentlichungen von Überkreuz-Anstellungen
Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Kay
Gottschalk geht davon aus, dass weitere Fälle von Anstellungen von Familienmitgliedern und Bekannten in seiner Partei bekannt werden. „Ich denke, es
werden noch welche kommen“, sagte Gottschalk im ARD-Morgenmagazin. Die AfD müsse „in Zukunft
mit diesen Vorgängen etwas transparenter umgehen“ sagte er. „Weil immer, wenn sie
etwas im Dunkeln halten, dann wird ja gemunkelt, dann wird spekuliert
an der Stelle.“
Als Konsequenz aus den Vorwürfen gegen die AfD
hatten Regierungspolitiker aus CDU und SPD in den vergangenen Tagen eine
Verschärfung des Abgeordnetengesetzes gefordert. Dieses sieht vor, dass Parlamentarier keine eigenen Verwandten, Partner
oder Ex-Partner anstellen dürfen. Die
Beschäftigung solcher Personen in anderen Abgeordnetenbüros ist aber
nicht geregelt.
Gottschalk sagte, einer gesetzlichen Regelung
werde sich die AfD nicht verschließen. „Das wird kommen. Ich denke, das
wird uns treffen. Da müssen wir uns auch drauf vorbereiten.“ Schärfere
Regeln müssten dann aber auch für die Post und die Deutsche Bahn gelten, sagte er.
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