Vorgehen gegen Telegram und VPNs: Russischen Bürgern droht vollständige Überwachung ihrer Chats

Vorgehen gegen Telegram und VPNsRussischen Bürgern droht vollständige Überwachung ihrer Chats

16.03.2026, 19:14 Uhr

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Die Tage von Telegram sind in Russland wohl gezählt. (Foto: picture alliance / AA)

Der Kreml verstärkt die Überwachung seiner Bürger und geht massiv gegen den beliebten Messenger Telegram vor. Auch VPNs zur Umgehung von Sperren sind im Visier Moskaus. Die Bürger sollen eine staatliche App zum Chatten nutzen.

In Russland mehren sich Beschwerden über eine beinahe vollständige Blockierung des dort beliebten Messengerdienstes Telegram. Telegram sei weder in der App noch in der Webversion erreichbar, schrieben Nutzer auf Störungswebsites.

Seit Längerem gibt es Gerüchte über eine vollständige Blockierung des Messengers in Russland ab dem 1. April. Schon seit vergangenem Sommer sind Audio- und Videoanrufe bei Telegram und auch bei Whatsapp in Russland gesperrt. Die Messengerdienste Signal und Viber sind bereits blockiert und auch zahlreiche andere Dienste und Websites wie Youtube sind ohne VPN (virtuelles privates Netzwerk) nicht aufrufbar.

Allerdings geht Russland auch zunehmend gegen die VPN-Nutzung vor. Der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Informationspolitik, Andrej Swinzow, sagte kürzlich, dass Geheimdienste den VPN-Datenverkehr in den nächsten drei bis sechs Monaten beschränken oder blockieren könnten. Tatsächlich ist bereits jetzt der VPN-Verkehr über mobiles Internet in Moskau massiv eingeschränkt.

Behörden forcieren den neuen russischen Messenger Max. So fordert beispielsweise der Gouverneur der russischen Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, seit geraumer Zeit in jedem seiner Beiträge bei Telegram dazu auf, Max zu benutzen. Kritiker befürchten, dass Nutzer ausspioniert werden. Begründet werden die Einschränkungen von Messengern mit dem Vorwurf, dass sich die Unternehmen nicht an russische Gesetze hielten.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

Source: n-tv.de