Vom Derblecken zum „Steckerlfischfiasko“: Die Stephan-Zinner-Festspiele sind eröffnet

Nockherberg, „Polizeiruf“, Serienhit und Eberhofer-Kino: 2026 wird zum Stephan-Zinner-Jahr.
Es wird ernst – und lustig zugleich – auf dem Münchner Nockherberg. Wenn am heutigen Mittwoch die Starkbierprobe beginnt, steht erstmals Stephan Zinner (51) als Fastenprediger am Rednerpult und liest den Politikerinnen und Politikern im Saal die Leviten. Der Bayerische Rundfunk überträgt das Derblecken am 4. März ab 19 Uhr live im BR Fernsehen, im Hörfunk bei BR Heimat und in der ARD Mediathek.
Nicht nur für das Publikum ist dieser Abend ein Neustart. Zinner, der bis 2019 fast 15 Jahre lang im Singspiel als Markus Söder aufgetreten ist, hat die Rollen gewechselt: Statt als bayerischer Ministerpräsidenten-Doppelgänger zu poltern, hält er nun als Fastenredner eine „traditionellere Rede, ohne Gitarre und ohne Kostüm“. Bis zum Schluss werde daran gefeilt, kündigte er an.
Im Anschluss an die Fastenpredigt läuft im Festsaal das neue Singspiel mit dem geheimnisvollen Titel „Wirf das Handtuch, Lindwurm!“. Das Autorenduo Stefan Betz und Richard Oehmann, das bereits die letzten fünf Singspiele verantwortete, verspricht eine „Heldenreise“ – „mystisch, musikalisch und ein bisschen apokalyptisch“. Die große Herausforderung an Fastenpredigt und Singspiel: Nur vier Tage nach dem Starkbieranstich stehen in Bayern die Kommunalwahlen an – beste Vorlage für pointierte Seitenhiebe.
Zurück zu Zinner: Das wird sein Jahr, denn mit dem Auftritt am Nockherberg werden die Stephan-Zinner-Festspiele eröffnet. Das erwartet die Fans.
Neue „Polizeiruf 110“-Folge steht an
Für Zinner-Fans geht es nach dem Nockherberg gleich weiter: Einige Tage nach der Fastenpredigt ist er im nächsten „Polizeiruf 110″ zu sehen. Der Münchner Fall mit dem Titel „Ablass“ läuft am 15. März um 20:15 Uhr im Ersten. In dem Krimi ermitteln die Kommissare Cris Blohm (Johanna Wokalek) und Dennis Eden (Stephan Zinner), nachdem in einer Isarwehranlage die Leiche einer Frau entdeckt wird. Das frühere Geständnis des bereits verurteilten Täters Léon Kamara (Yoli Fuller) passt jedoch nicht zur Auffindesituation der Leiche.
Blohm und Eden müssen klären, warum Kamara sich freiwillig stellte und dabei offenbar gelogen hat. Währenddessen werden sie mit einem zweiten Fall betraut: einem tödlichen Autounfall mit Fahrerflucht, bei dem der arbeitslose Familienvater Victor Reisinger (Shenja Lacher) schnell gefunden ist – aber auch in seinem Geständnis stoßen die Ermittler auf Widersprüche. Die weiteren Ermittlungen zeigen, dass die Hintergründe der beiden Fälle Parallelen aufweisen.
Serienliebling „Himmel, Herrgott, Sakrament“
Nach Maßkrug und Kripo geht es weiter zur Kanzel: Die BR-Serie „Himmel, Herrgott, Sakrament“, in der Zinner den Pfarrer Hans Reiser spielt, startet in die zweite Staffel. Die erste Staffel legte im BR Fernsehen den erfolgreichsten Serienstart in diesem Jahrtausend hin, mit Marktanteilen von bis zu 27,9 Prozent in Bayern und über einer Million Zuschauerinnen und Zuschauer.
In der neuen Staffel sind Pfarrer Reiser und Lisa Kirchberger (Anne Schäfer) nun offiziell ein Paar – ein Zustand, der nicht nur das Duo selbst, sondern auch Kardinal Brunnenmayr (Erwin Steinhauer) überfordert. Alle sechs neuen Folgen sind ab Gründonnerstag, 2. April 2026, in der ARD Mediathek abrufbar, ab 10. April 2026 zeigt der BR freitags um 20:15 Uhr jeweils eine Doppelfolge.
Live auf der Bühne: Lesung, Kabarett, Duo
Zwischen all den TV-Terminen ist Zinner 2026 auch live zu erleben – und das gleich mit drei verschiedenen Veranstaltungsreihen. Er liest aus seinem Buch „Prachtexemplar“, steht mit seinem Kabarettprogramm „Der Teufel, das Mädchen, der Blues & Ich“ auf der Bühne und tourt gemeinsam mit Kabarettist Hannes Ringlstetter im Duo-Programm „Ringlstetter & Zinner – Irgendwas mit Küche“.
Der erste Live-Termin nach dem Nockherberg ist bereits am 13. März in Bad Griesbach (Rottal): Im Kursaal präsentiert Zinner eine Lesung mit Musik aus „Prachtexemplar“. Der letzte, auf seiner Homepage genannte Live-Termin des Jahres führt ihn am 24. Juli nach Ansbach: Bei der Konzertveranstaltungsreihe Ansbach Open steht er dort mit Hannes Ringlstetter für „Ringlstetter & Zinner – Irgendwas mit Küche“ auf der Bühne.
„Steckerlfischfiasko“: Zehnter Eberhofer im Kino
Mindestens genauso prominent in Zinners Kalender: Ab 13. August 2026 läuft „Steckerlfischfiasko“, der zehnte Teil der Eberhofer-Krimis, in den Kinos. Der Film von Regisseur Ed Herzog ist bereits im Kasten, gedreht wurde wie gehabt in Niederbayern und München. Neben Sebastian Bezzel (Franz Eberhofer), Simon Schwarz und Lisa Maria Potthoff gehört auch Stephan Zinner als Metzger Simmerl wieder zum bewährten Ensemble.
Inhaltlich betritt der Dorfgendarm Franz Eberhofer „bisher unberührtes Terrain“: Der örtliche Steckerlfischkönig wird auf dem Golfplatz tot aufgefunden. „Klar, dass sich der Franz da nicht länger mit Nichtigkeiten wie dem Umzug in den Neubau oder dem Wahlkampf von der Susi zur Bürgermeisterin aufhalten kann“, heißt es in der Vorschau. Gemeinsam mit Rudi Birkenberger ermittelt er inmitten zweier verfeindeter Volksfestclans.
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Source: stern.de