Viele reinigen es keiner: Tipps zur Sauberkeit des Smartphones






Das Handy ist tagtäglich im Einsatz, doch laut einer Umfrage kümmern sich die wenigsten um eine regelmäßige Reinigung. So geht’s richtig.

Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob in der Küche, im Bad oder unterwegs: Die Geräte sind ständig im Einsatz und kommen dabei zwangsläufig mit Schmutz, Keimen und den unterschiedlichsten Oberflächen in Kontakt. Umso überraschender ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage: Ein erheblicher Teil der Nutzerinnen und Nutzer reinigt seine Handys nie. Wie sie es stattdessen handhaben sollten.



Laut einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom reinigt rund jeder Sechste (17 Prozent) in Deutschland sein Smartphone-Display überhaupt nicht. Auch der Rest der Bevölkerung greift nur sehr selten zu Reinigungsmitteln oder Tüchern. Während einige ihr Gerät zumindest monatlich säubern (30 Prozent), bleibt eine konsequente Pflege bei der Mehrheit die Ausnahme. Dabei wird das Smartphone täglich berührt, oft mit ungewaschenen Händen oder in Umgebungen, in denen sich Schmutz besonders leicht überträgt.

Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß weist deshalb darauf hin, dass Keime auf glatten Oberflächen zwar schlechter haften als auf anderen Materialien, dennoch sei eine regelmäßige Reinigung sinnvoll, insbesondere bei intensiver Nutzung. Ein flüchtiges Abwischen an der Kleidung reiche dafür nicht aus.


Vorsicht bei der Wahl der Reinigungsmittel

Wer sein Smartphone reinigen möchte, sollte dabei vorsichtig vorgehen. Scharfe Putzmittel sind ungeeignet, da viele von ihnen Alkohol oder Seife enthalten. Diese können die fettabweisende Beschichtung moderner Displays angreifen. Deshalb sind auch Glasreiniger oder bestimmte Brillenputztücher nicht automatisch geeignet. Ob ein Produkt für Smartphones das Richtige ist, lässt sich in der Regel anhand der Verpackung erkennen.

Zur Reinigung eignen sich weiche Mikrofasertücher, die leicht angefeuchtet werden können. Vorab sollten grobe Partikel wie Krümel oder Sand entfernt werden, um Kratzer zu vermeiden. Speziell für Smartphones entwickelte Reinigungsprodukte sind daher die beste Wahl. Zudem sollte das Gerät vor der Reinigung ausgeschaltet werden. Flüssigkeiten gehören außerdem niemals direkt auf das Display, sondern immer zuerst auf das Tuch.




Empfindliche Anschlüsse richtig säubern

Besondere Vorsicht ist zudem bei den Öffnungen des Smartphones geboten, etwa bei Ladeanschlüssen oder Kopfhörerbuchsen. Mechanische Hilfsmittel wie Zahnstocher oder Wattestäbchen können dabei Schäden verursachen und sollten nicht verwendet werden. Empfehlenswert sind stattdessen spezielle Reinigungsmassen, wie sie bei PC-Tastaturen zum Einsatz kommen, oder Druckluftsprays. Sie entfernen Schmutz schonend, ohne empfindliche Bauteile zu gefährden.

Auch wenn viele Menschen ihr Smartphone zumindest gelegentlich reinigen, zeigt die Umfrage, dass eine konsequente Pflege für die meisten nicht selbstverständlich ist. So putzen nur fünf Prozent der Bevölkerung ihr Handy täglich. Dabei genügt ein kurzer, aber gezielter Reinigungsvorgang, um das Smartphone hygienisch sauber zu halten. Gerade im Alltag, in dem sie ständig genutzt werden, zahlt sich diese Routine langfristig aus. Davon profitieren nicht nur Sauberkeit und Gesundheit, sondern auch die Lebensdauer des Geräts.

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Source: stern.de