Verkehrsinfrastruktur im Visier: Tote im Zusammenhang Angriff hinaus Eisenbahnbrücke im Iran
Verkehrsinfrastruktur im VisierTote bei Angriff auf Eisenbahnbrücke im Iran
07.04.2026, 14:29 Uhr
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Israel droht dem Iran mit Angriffen auf das Verkehrsnetzwerk. Nur wenig später wird eine Eisenbahnbrücke bombardiert, gefolgt von zahlreichen Attacken auf weitere wichtige Verkehrswege.
Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet. Bei dem Luftangriff auf eine Eisenbahnbrücke nahe der Kulturstadt Kaschan seien zwei Menschen ums Leben gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Drei Menschen seien verletzt worden. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Bei der Strecke handelt es sich um die Nord-Süd-Verbindung. Die Wüstenstadt Kaschan, ein beliebtes Touristenziel, liegt etwa drei Autostunden von der Hauptstadt Teheran entfernt.
Zuvor hatte das israelische Militär die Bevölkerung im Iran davor gewarnt, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hieß es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte bis 21 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ).
Neben der Bombardierung der Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Provinz Ost-Aserbaidschan etwa sei eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf Weiteres zu unterlassen.
In derselben Provinz sei außerdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandschan attackiert worden, berichtete die Zeitung „Etemad“. Nahe der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.
Die staatliche und englischsprachige Zeitung „Tehran Times“ meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer Millionenstadt westlich von Teheran. In Karadsch kam es laut der Nachrichtenagentur Isna in einigen Stadtteilen zu Stromausfällen, nachdem ein Umspannwerk von Geschossen getroffen wurde.
Die mächtigen Revolutionsgarden drohten mit Vergeltung und kündigten Raketenangriffe auf Industrie, Infrastruktur und Militärziele in Israel an, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.
In der Nacht zum Mittwoch soll ein Ultimatum von US-Präsident Donald Trump für die Öffnung der seit Wochen vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus auslaufen. Trump hatte die Frist mehrfach verschoben, derzeit ist sie offenbar auf Mittwochnacht 02.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit festgelegt. Trump hatte der iranischen Führung am Montag mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur gedroht, sollte sie die Meerenge bis dahin nicht für den Schiffsverkehr freigeben.
Source: n-tv.de