Verbandsumfrage: Mittelstand zeigt sich zurückhaltend nebst Investitionen

Bürokratie empfinden viele der befragten Unternehmen als Bremsklotz.

Mittelständler in Deutschland zeigen sich verunsichert. Nicht nur Bürokratie bremst die Unternehmen aus, wie aus einer Verbandsumfrage hervorgeht. Demnach sehen viele Unternehmen den Standort gefährdet.

Mittelständler in Deutschland halten sich mit Investitionen zurück. Das zeigt eine aktuelle Konjunkturumfrage des Mittelstandsverbundes unter seinen Mitgliedern. Demnach investierten 26% im dritten Quartal stärker als im Vorjahreszeitraum – 24% investierten weniger, die Hälfte der Firmen hielt die Investitionen konstant.

„Viele Unternehmen investieren deutlich vorsichtiger – und das nicht aus Mangel an Ideen. Wenn die Politik die Bremsen nicht löst, drohen wir jedoch an Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren“, so der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Henning Bergmann.

Verband fordert „Befreiungsschlag“ für Standort

Bürokratie, Unsicherheit und hohe Standortkosten bremsten viele Betriebe weiterhin aus. Laut Umfrage bewerten 58% der Unternehmen ihre Lage im dritten Quartal 2025 als befriedigend, nur 20% als gut, während 22% sie als schlecht einschätzen. 68% der befragten Firmen beurteilen die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland als sehr oder mindestens eher negativ.

Der Mittelstand brauche mehr spürbare Vereinfachung, besonders beim Berichtswesen und bei Genehmigungsprozessen, so Bergmann. Politik und Verwaltung müssten den Mut haben, Bürokratie konsequent zu streichen und wirtschaftliche Vernunft voranzustellen. Der Standort Deutschland brauche einen „Befreiungsschlag“. Im Mittelstandsverbund sind Gruppen wie Edeka, Rewe oder Expert vertreten. 

Dieser Text erschien zuerst auf www.lebensmittelzeitung.net.