USA: Russische Kampfjets dringen in Luftverteidigungszone vor Alaska ein
Mehrere Bomber und Kampfflugzeuge aus Russland sind in die Luftverteidigungszone vor dem US-Bundesstaat Alaska eingedrungen. Die zwei russischen Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug des Modells A-50 seien von mehreren Maschinen bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die nordamerikanische Luftraumverteidigung Norad mit. Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoß nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen.
Die Luftverteidigungszone liegt vor dem Luftraum eines Staates: Sie ist nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern bildet gewissermaßen eine Pufferzone. Dort müssen sich alle Flugzeuge identifizieren und ihre Koordinaten bekannt geben.
Norad teilte weiter mit, es gebe regelmäßig solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen. Diese würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Nach Ansicht von Militärexperten nutzen Staaten ein solches Vordringen häufig, um die Verteidigung der betroffenen Länder zu testen.
Dem US-Nachrichtensender CBS News zufolge gab es im vergangenen September einen ähnlichen Vorfall vor Alaska mit russischen Militärflugzeugen. Im August zuvor sei zudem viermal innerhalb einer Woche ein russisches Aufklärungsflugzeug aus der Zeit des Kalten Krieges abgefangen worden.