USA gewähren Tausenden weißen Südafrikanern Flüchtlingsstatus

Der radikale Kurswechsel in der US-Asylpolitik unter Präsident Donald Trump schlägt sich zunehmend in konkreten Zahlen nieder. Laut einer aktuellen Statistik des Refugee Admissions Program wurden seit Oktober 4499 Flüchtlinge in die Vereinigten Staaten umgesiedelt – fast alle sind weiße Südafrikaner.

Hintergrund ist ein südafrikanisches Enteignungsgesetz, das Anfang 2025 zu diplomatischen Verwerfungen mit den USA geführt hatte. Es soll während der rassistischen Apartheid (1948-1994) entstandenes Unrecht ausgleichen. Ein Großteil des Farmlands in Südafrika ist bis heute im Besitz der Minderheit europäischer Abstammung. Behörden dürfen laut dem neuen Gesetz – unter bestimmten Umständen – Land enteignen.

Aufnahme insgesamt deutlich zurückgefahren

Aus Protest stoppte die Trump-Regierung, die das Vorgehen als „ungerecht und unmoralisch“ kritisierte, sämtliche Hilfszahlungen an Südafrika. Zudem bot sie den von Enteignung bedrohten Personen Flüchtlingsschutz in den USA an. Wie die aktuellen Zahlen zeigen, machten in den vergangenen Monaten Tausende Menschen davon Gebrauch.

Insgesamt wurde das 1980 eingerichtete Refugee Admissions Program der USA unter Trump indes deutlich zurückgefahren. Als neue Obergrenze ist eine Aufnahme von lediglich 7500 Personen pro Jahr vorgesehen. Zum Vergleich: Während der Amtszeit von Trump-Vorgänger Joe Biden sah das Programm unter Mithilfe mehrerer Hilfsorganisationen jährlich bis zu 125.000 Plätze vor.

Source: welt.de