USA: Behörden schließen Silicon Valley Bank
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Foto: DADO RUVIC / REUTERS
Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) hat am Freitag die Vermögenswerte der Silicon Valley Bank beschlagnahmt. Die Behörde ordnete die Schließung der Silicon Valley Bank (SVB) an und nahm sofort alle Einlagen der Bank in Besitz. Wie der öffentliche Einlagensicherungsfonds FDIC am Freitag mitteilte, wurden versicherte Einlagen bei der SVB an eine von der FDIC neugegründete Bank überwiesen. Die 17 Filialen der SVB sollen aber wieder am Montag öffnen.
Zum Zeitpunkt des Scheiterns hatte die Bank Vermögenswerte in Höhe von 209 Milliarden Dollar und Einlagen in Höhe von 175,4 Milliarden Dollar, so die FDIC in einer Erklärung, wie AP berichtet. Es war unklar, wie viel der Einlagen über der Versicherungsgrenze von 250.000 Dollar lagen.
Probleme der US-Bank SVB hatten an den Börsen weltweit Verunsicherung ausgelöst und Bankentitel auch in Europa abstürzen lassen. Die Papiere der Deutschen Bank etwa verloren am Freitag zeitweise fast zehn Prozent an Wert, die Commerzbank-Aktien mehr als sechs Prozent. Anderen Großbanken erging es ähnlich. Die europäischen Leitindizes wurden ins Minus gedrückt.
Hintergrund war eine Mitteilung der SVB vom Mittwochabend. Das kalifornische Institut mit engen Verbindungen zum Technologiesektor vermeldete einen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar beim Verkauf von Wertpapieren und kündigte eine Kapitalerhöhung an. Der Bank waren zuletzt in Zusammenhang mit den höheren Zinsen viele Kunden verloren gegangen.
Die SVB-Aktien verloren an der Börse am Donnerstag rund 60 Prozent an Wert; im nachbörslichen Handel ging es weiter abwärts. In der Folge wurden zunächst Papiere anderer US-Banken nach unten gezogen. Am Freitag setzte sich der Effekt in Europa und auch in Asien fort.