US-Unterstützung zu Gunsten von Israel: Da bricht welches
Da ist kein Bedauern in der Stimme des Chefredakteurs, als er darüber spricht, wie fundamental sich das amerikanisch-israelische Verhältnis gerade verändert: Der Holocaust sei nun einmal wirklich lange her, sagt er, unter den jüngeren Amerikanern fühle sich allein deshalb niemand mehr zur Unterstützung Israels verpflichtet. Auch der unverbrüchliche Beistand der evangelikalen Christen in den USA sei in Wahrheit eine Sache der Älteren, ein aussterbendes Phänomen. Was ist mit den Neokonservativen, die in Israel so viele Jahre die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ sahen? Die, sagt Curt Mills, hätten Amerika in immer neue, sinnlose Kriege gestürzt – die „forever wars“ im Irak und in Afghanistan – und seien dadurch ein für alle Mal diskreditiert.